Mai 2013

31. Mai 2013 - 20:18

Philipp Pahlt malt Hunde, Esel und Hunde und Esel. Begonnen hat der Leiter einer Lüneburger Werbeagentur damit auf Mallorca, und er fand den passenden Markennamen dafür: Treukopf. 

 

Chuma im Wunderland, 2013 © Philipp Pahl
Chuma im Wunderland, 2013 © Philipp Pahl

Die Treustory, 2013 © Philipp Pahl
Die Treustory, 2013 © Philipp Pahl

FC Treukopf, 2013 © Philipp Pahl
FC Treukopf, 2013 © Philipp Pahl

Mac, 2013 © Philipp Pahl
Mac, 2013 © Philipp Pahl

Luna, 2013 © Philipp Pahl
Luna, 2013 © Philipp Pahl

 

Die Fotografen Christian Lohfink und Phillip Gätz stießen mit Hund- und Eselfotografien dazu.

 

Follow Me, 2013 © Christian Lohfink
Follow Me, 2013 © Christian Lohfink

Germanski, 2013 © Christian Lohfink
Germanski, 2013 © Christian Lohfink

Pelle leckt, 2013 © Christian Lohfink
Pelle leckt, 2013 © Christian Lohfink

© Phillip Gätz
© Phillip Gätz

 

Bei der Gruppenausstellung "Treuköpfe und Sturköpfe" in Hamburg ist das Ergebnis der künstlerischen Zusammenarbeit zu sehen: 22 Gemälde, 40 Fotografien und diverse Installationen. Vom 7. bis 9. Juni in der Fabrik der Künste, Kreuzbrook 10.

So profan dies zunächst klingen mag, verbergen sich aber sehr vielschichtige, künstlerische Interpretationen hinter den beiden Schlagwörtern. Es liegen monatelange Vorbereitungen, unzählige Meetings, tierische Castings, durchmalte Nächte, aufregende Shootings und vor allem sehr viel Spaß hinter ihnen, ist auf der Treukopf-Homepage zu lesen.

Werden Sie uns treu! fordern die Künstler auf. Das sollte nicht schwer fallen. Sie gehören zu den Guten. Auf der Homepage versichern sie nicht nur, dass die Tiere alles freiwillig mitgemacht haben, sie stellen auch den Tierschutzverein "Hands 4 Animals" vor, der für Tiere aus Mostar/Bosnien & Herzegowina liebevolle "Endplätze" vermittelt.

 

Philipp Pahl, Foto © t&w
Philipp Pahl, Foto © t&w

 

Ist es nicht herrlich, einmal ein Bild von einem Esel zu sehen, der laut ins Mikro brüllt? Meistens leiden sie still und von uns unbemerkt. Ich möchte dieses kraftvolle Bild zum Anlass nehmen, um Sie noch auf einen Salzburger Tierrechtsverein aufmerksam zu machen, der sich für die etwa 100 000 mauretanischen "Arbeitsesel" einsetzt, die unter unvorstellbar grausamen Lebensbedingungen ihr Dasein fristen. RespekTiere beschäftigt vor Ort einen mobilen Tierarzt und Helfer, die monatlich 1000 Esel medizinisch versorgen und Aufklärungsarbeit gegen Tiermisshandlung bei der Bevölkerung leisten.

 

27. Mai 2013 - 15:10

Francisco de Goya, Buben mit Mastiff

 

Über eine Abbildung dieses wundervollen Gemäldes bin ich am Wochenende beim Aufräumen gestolpert: Es handelt sich um Francisco de Goyas "Buben mit Mastiff" von 1786/87. Welch herrliche Rot- und Gelbtöne!

Und hier der Versuch einen aktuellen Bezug herzustellen: Noch bis zum 14. Juli 2013  findet in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden - und zwar in der Galerie Neue Meister im Albertinum - die Ausstellung "Constable, Delacroix, Friedrich, Goya. Die Erschütterung der Sinne" statt. Sie spürt dem Einfluss dieser vier Ausnahmekünstler auf spätere KünstlerInnengenerationen nach. Zweifellos eine sehenswerte Schau, auch wenn die "Buben mit Mastiff" fehlen sollten.

 

Ausstellung, Malerei
24. Mai 2013 - 8:50

Hund im Ornament versteckt

Hund mit Dudelsack

Hund auf Marginalie

Drachenhund

Musikalischer Hund

Akrobatischer Hund

Hund übergibt sich

Welpen im Korb

 

Ein paar Beispiele dafür, wie Hunde in mittelalterlichen Schriften dargestellt werden. Sieht der akrobatische Hund nicht aus wie ein Dackel?

Vielen Dank an Veronika Olma, die mich auf diese "discarding images" aufmerksam gemacht hat.

Homepage und FB-Seite von "discarding images": Neben den Hunden finden Sie hier eine bemerkenswerte Sammlung an Tier- und Menschendarstellungen.

 

Grafik, Malerei
21. Mai 2013 - 20:50

Hund, 2008 © Tine Schumann
Hund, 2008, Tusche, Papier, Baumwolle, 100 x 125 cm

Wolf, 2010 © Tine Schumann

Hund, 2008 © Tine Schumann

 

Seit 2008 kommen immer wieder Wölfe und Hunde in Tine Schumanns Werk vor, zuerst alleine in mit Aquarell überarbeiteten Tuschezeichnungen oder in Druckgrafiken, dann vermehrt in Verbindung mit dem Menschen.

Allerdings nicht in einer Verbindung, die von gegenseitiger Zuneigung oder einseitigem Gehorsam geprägt ist, sondern mit der konfliktbehafteten, konfrontativen Begegnung zwischen Tier und Mensch, wie sie uns bei Demonstrationen oder beim Straßenkampf begegnet.

 

Die Hunde nehmen die Position des Widerstands ein, des Nätürlichen, Spontanen, Unorganisierten, die von der Ordnungsmacht gebändigt wird. Doch die durch Medien oder persönliches Erleben bekannten Motive des Straßenkampfes (die Künstlerin lebt in Berlin - Neukölln) sind nur Inspiration und Ausgangsmaterial, die Konflikte werden verfremdet, in Sinnbilder gesellschaftlicher Machtverhältnisse transferiert.

 

Vertreibung der schlafenden Hunde, 2011 © Tine Schumann
Vertreibung der schlafenden Hunde, 2011 © Tine Schumann, 125 x 100 cm

Enge, 2011 © Tine Schumann
Enge, 2011 © Tine Schumann, 125 x 100 cm

Meute, 2011 © Tine Schumann
Meute, 2011 © Tine Schumann, 140 x 125 cm

Käfig, 2012 © Tine Schumann
Käfig, 2012 © Tine Schumann, 145 x 190 cm

Rudel, 2012 © Tine Schumann
Rudel, 2012 © Tine Schumann, 150 x 200 cm

Sturm, 2012 © Tine Schumann
Sturm, 2012 © Tine Schumann, 125 x 110 cm

 

Den meisten Arbeiten gemeinsam ist, dass sie keine eindeutigen Raumstrukturen anbieten. Sie sind nicht nur inhaltlich, sondern auch formal offen. Ausgeabeitete Teile stehen nur skizzenhaft angedeuteten Bereichen gegenüberen. Die Farbe wird dabei flächig und nicht an die Form gebunden eingesetzt.

 

Zu "Schlitten" unten wurde Tine Schumann durch eine Begegnung mit einem Hundeschlitten in der Stresemannstraße angeregt. In Verbindung mit der Ordnungsmacht entfaltet diese kleinere Tuschezeichnung eine nahezu surreale Wirkung.

 

Schlitten, 2012 © Tine Schumann

Mikado, 2012 © Tine Schumann

 

"Nur mit der Ruhe" ist ein Wandbild aus achtzehn sich überlappenden Seidenpapierbögen, 285 x 435 cm groß.

 

Nur mit der Ruhe, 2012/13 © Tina Schumann

 

Besonders gelungen finde ich an Tine Schumanns Arbeiten die dynamische Komposition, das Fragmentarische und den spannenden Wechsel von Ausarbeitung und Andeutung, Fülle und Leere. Mir würden die Zeichnungen alleine bei einer Ausstellung durchaus reichen, ohne installative Ergänzung. Ich bin mir auch unsicher, ob ihre Arbeit dadurch gewinnt, obwohl das anhand von Fotos schwierig zu beurteilen ist.

Die Fotos zeigen Ausstellungsansichten in der temporären Kunsthalle des vdbk im Rahmen der Ausstellung "Trockenübung", 2011 sowie der Ausstellung "...Rudel..." in der Galerie Verein Berliner Künstler, 2013.

 

Installation, Foto © Bernd Borchardt

Ausstellungsansicht Der Käfig, im Vordergrund eine Arbeit von Nele Probst
Ausstellungsansicht "Käfig", im Vordergrund eine Arbeit von Nele Probst

Installation in der Ausstellung

 

Installation in der Ausstellung

 

 

Tine Schumann, 1972 geboren, hat an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert, bevor sie nach Berlin übersiedelte. 2012 erhielt sie den Benninghauspreis des Vereins Berliner Künstler. Die Rede zur Eröffnung der Benninghaus-Kunstpreisausstellung "Streetfighting" von Martin Schönfeld gibt eine ausführliche Würdigung ihres Werks.

 

Homepage von Tine Schumann

 

 

Grafik, Malerei
18. Mai 2013 - 9:17

Der österreichische Künstler Ronald Kodritsch zeichnet, malt, stellt Collagen, Objekte und Videos her. Er malt in Serien und zwar: Bikinimädchen, Flaschengeister, Sprechblasen, Blumen und ab 2007 "Bastards".

 

Bastards, 2007 © Ronald Kodritsch

 

Was sagt uns dieser Hundeblick? Ist er fragend, unsicher oder gar auffordernd? Viele Hunde schauen uns frontal an, traurig, leer, trotzig entgegen.

 

Bastards, 2007 © Ronald Kodritsch

Bastards, 2007 © Ronald Kodritsch

Bastards, 2007 © Ronald Kodritsch

Bastards, 2007 © Ronald Kodritsch

Bastards, 2008 © Ronald Kodritsch

Bastards, 2008 © Ronald Kodritsch

Bastards, 2008 © Ronald Kodritsch

Bastards, 2008 © Ronald Kodritsch

Bastards, 2011 © Ronald Kodritsch

 

Die Bastards, die auf den ersten schnellen Blick wie weitere Malereien von Mensch-Hund-Mischwesen aussehen, entpuppen sich bei genauerem Hinsehen bloß als Hunde mit Perücken oder künstlichen Frisuren: Vielleicht die Frisuren der Hundehalter, die den Hunden mit ihrem natürlich gewachsenen Fell aufgesetzt wurden.

Wird hier das Verhältnis des Hundes zu seinem "Besitzer" thematisiert, der den Hund als Verlängerung seines Egos missbraucht, der ihn vermenschlicht und seiner Würde beraubt? Wird hier vielleicht viel mehr der Mensch und seine Seele, sein Inneres porträtiert, spiegelt sich im Bastard der menschliche Charakter wieder? Oder geht es um die oft angesprochene Ähnlichkeit zwischen Hund und Herr/Frau? Also: Wie der Herr, so's Gescherr. Wie der Herr, so der Hund.

Inhaltlich bleibt viel Raum für Assoziation und Interpretation, formal ist es anscheinend einfacher:

 

Seine Malerei orientiert sich nicht an Komposition, Perspektive, handwerklicher Qualität, sondern an autonomen ästhetisch-existenziellen Ansprüchen, schreibt Roman Grabner. Kodritsch selbst bezeichnet seine Malerei als "schlampigen Realismus".

 

 

Die Jahre sind nicht spurlos an uns vorübergegangen © Ronald Kodritsch
Die Jahre sind nicht spurlos an uns vorübergegangen © Ronald Kodritsch

 

Vor kurzem fand in Graz die Ausstellung "Ronald Kodritsch - Urlaub vom Hirn" statt. Sie zeigte Kodritschs aktuelle Malereien zwischen Abstraktion und Figuration, humorvoll und ironisch, eine Kombination aus intuitivem Pinselstrich und ironisch-kitschigem Bildinhalt, die Kodritschs Markenzeichen wurde. Im Gemälde "Die Jahre sind nicht spurlos an uns vorübergegangen" finden seine Motive und sein Bildvokabular in einer Komposition zueinander,

[...] die monumentalisierte Karotte, den Socken, den Bilderrahmen, den weiblichen Akt, den Bastard, die Sprechblase, den schachtelartigen Bühnenraum und die abstrakten Bildzeichen und gestischen Chiffren. Die Narration des Bildes bleibt enigmatisch. Auch wenn man die Schrift des Künstlers zu lesen gelernt, sich sein Vokabular angeeignet hat, offenbart die Syntax keinen vordergründigen Zusammenhang. Kodritsch setzt die Malerei als Bühne ein für die Inszenie­rung von verwandten Realitäten, codierten Elementen und erfundenen Charakteren, die sich aus unserer visuellen Wirklichkeit speisen und eine Vielzahl von Lesemöglichkeiten erlaubt (zit. nach Roman Grabner anlässlich der Austellung "Urlaub vom Hirn")

 

Portrait Ronald Kodritsch © Rolf Friesz, 2013

 

Eine als Hund mit magentafärbiger Perücke verkleidete Person trägt eine Tafel mit der Aufschrift "Urlaub vom Hirn". Ist das eine Forderung oder ein Statement?

Ronald Kodritsch - vielleicht Österreichs bester "bad painter" - wurde 1970 in Leoben/Steiermark geboren, studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien, erhielt Stipendien für London (Chelsea College of Art and Design), Paris und China. Er lebt und arbeitet in Wien. Ab 18. Mai 2013 stellt Kodritsch in der VillaWeiss in Ligist/Steiermark aus.

Mehr Informationen auch auf der Seite der Galerie artepari, vor allem auch Pressetexte und Texte zu Ausstellungen.

Alle Bilder © Ronald Kodritsch

 

Malerei
15. Mai 2013 - 15:40

Carlos v.d.Hügeln, Foto © asz

 

Das ist Carlos (von den Hügeln). Der am 18. Mai 2003 geborene Hund - eine französische Buldogge - begleitet die Künstlerin Lena Lieselotte Schuster nicht nur privat, er ist auch ihr Assistent und Co-Autor. 2011 legte er ein eigenes bildhauerisches Werk -  aus Stöckchen und Kartonstücken - vor.

 

Beißobjekte - Stöckchensammlung © Lena Lieselotte Schuster

Beißobjekte - Stöckchensammlung © Lena Lieselotte Schuster

Beißobjekte - Stöckchensammlung © Lena Lieselotte Schuster

Objekte aus Karton © Lena Lieselotte Schuster

Objekte aus Karton © Lena Lieselotte Schuster

 

Unten seine Bodeninstallation aus Beißobjekten, Stöckchen und Kartonobjekten.

 

Bodeninstallation Carlos v.d.Hügeln © Lena Lieselotte Schuster

 

Carlos möchte in den Studiengang Freie Kunst aufgenommen werden, deshalb legt er auch seine Bewerbungsmappe samt Gutachten vor. Siehe unten:

 

Bewerbungsmappe Carlos v.d.Hügeln, Ausstellungsansicht © Lena Lieselotte Schuste

 

Carlos von den Hügeln arbeitet bildhauerisch mit unterschiedlichen Materialien - vorzugsweise Holz und Karton. In seinen oftmals spontanen Aktionen, die meist eine Dauer von 5 Minuten nicht überschreiten, entstehen installative Anordnungen, wie formal reduzierte Objekte.

In seinem Praktikum bei mir hat er alle Fertigkeiten für ein Studium erlernt und eine individuelle Formensprache entwickelt. Meines Erachtens ist für Carlos von den Hügeln der Zeitpunkt gekommen, das Praktikum bei mir abzuschließen und ein eigenständiges Studium an einer Kunsthochschule anzutreten. Da sein Interesse der Bildhauerei gilt, sehe ich mich nun nicht mehr in der Lage ihn ausreichend zu fördern. Diese deutlich erkennbare künstlerische Eigenständigkeit, abgenabelt von meinem künstlerischen Arbeiten, ist für mich Auslöser dieser Bewerbung. Ich bin davon überzeugt, dass es sich bei Carlos von den Hügeln um ein förderungswürdiges Talent mit besonderer Begabung handelt. (Auszüge aus dem beigelegten Gutachten vom 10.5. 2011, Lena L. Schuster)

Unschwer zu erkennen, dass Carlos destruktiv arbeitet, seine bevorzugten Materialien - Holz und Karton - Ess- und Zerreißproben aussetzt, bis die Form bis auf das Wesentliche reduziert ist.

Wenn Lena Lieselotte Schuster dieses Werk "Bewerbungsmappe Carlos von den Hügeln“ (2011) ausstellt, werden Bewerbungsmappe und Stöckchensammlung durch seinen "Debütfilm" ergänzt, den er mit einer Minikamera um den Hals bei Spaziergängen gedreht hat, wobei er seinen Watschelgang als persönliches Stil- und Ausdrucksmittel einzusetzen vermochte.

Nachdem die 1981 in Bayreuth geborene Künstlerin in Saarbrücken Kommunikationsdesign, Neue künstlerische Medien und Video/Performance studiert hatte, wandte sie sich 2011 an der Akademie der bildenden Künste dem Studium Performative Kunst zu. Performative Kunst hat mit Theorie, Konzept, Performance zu tun, bei Lena Lieselotte Schuster aber auch mit Witz und Humor. Die Idee hinter der Bewerbungsmappe Carlos ist nicht spektakulär - jeder Hundehalter kennt diese künstlerischen Ausdrucksweisen seines Tieres - was mich begeistert, ist vor allem die Stringenz und Ästhetik der Dokumentation.

Zweierlei wird auf die Schippe genommen: erstens die Ansammlung von Belanglosigkeiten, die uns heutzutage häufig als "Kunst" begegnet, zweitens der kunsttheoretische Fachjargon, durch den ebendiese Banalitäten "philosophische" Aufwertung erfahren. So kommt Kunst auf den Hund, schreibt Ralf Sziegoleit anlässlich einer Ausstellung in der Galerie im Theresienstein, Kunstverein Hof, in der Frankenpost.

Fotos © Lena Liselotte Schuster

 

Installation, Skulptur
10. Mai 2013 - 16:10

Schon als Schülerin interessierte sich die 1972 in Ithaka, New York, geborene Anke Schofield für Fotografie. Später ehielt sie ein Stipendium des Savannah College of Art and Design in Georgia, wo sie ihren BFA in bildender Kunst machte.

Anke Schofield verbindet ihre fotografische Kreativität mit Inspirationen aus der Malerei - ihre Arbeiten sind Kombinationen aus Fotografie, Ölfarbe, Acrylfarbe, Wachs, sogat Teer. Ihre fantasitischen, traumhaften, vielschichtigen Kompositionen beruhen auf den Wechselwirkungen der unterschiedlichen Materialien. Abschließend überzieht sie ihre Arbeiten mit einem glatten, glänzenden Epoxidharz-Anstrich, der die strukturellen Körperlichkeit der Bilder einebnet und weitere Distanz schafft.

Inhaltlich kombiniert sie belebte und unbelebte Objekte in surrealer, überraschender Weise, dabei nimmt sie Einflüsse ihrer mehrjährigen Reisen auf. Es geht ihr allerdings weniger um das Erzeugen von Bedeutung als um das Experimentieren in der Kunst selbst.

 

“My work is inspired photographically, but I take it beyond the ordinary representation to create a harmonious blend of texture with composition." (Artist Statement zit. n. Merritt Gallery)

 

Birdie © Anke Schofield

Dog Ride © Anke Schofield

Blue Dog Train © Anke Schofield

Number 5 © Anke Schofield

Angus © Anke Schofield

Deuce © Anke Schofield

Wolfes © Anke Schofield und Luis Garcia-Nerey

© Anke Schofield

 

alle Bilder © Anke Schofield

 

Grafik, Malerei
5. Mai 2013 - 9:22

Looking For Love © Adele Raczkövi

 

Schon 2010 hat Adele Raczkövi einen wunderbaren Animationsfilm mit einem Hund als Protagonisten hergestellt - ich habe ihn erst vor ein paar Tagen entdeckt. Die Freude war groß, schauen Sie selbst.

 

looking for love from Adele Raczkövi on Vimeo.

 

Der Hund, der Protagonist des Filmes, ist - wie wir alle - voll unerfüllter Sehnsucht. Das Fernsehen, in unserem Alltag die Quelle aller Informationen bzgl möglicher Wünsche und Bedürfnisse, zeigt auch dem Hund, was er sich wünschen könnte. Die Orange - Verkörperung der Sinnlichkeit - zeigt sich am Bildschirm und verleitet den Hund sich auf die Suche nach ihr - und letztlich auf die Suche zu sich selbst - zu begeben. Nachdem der Hund die unterschiedlichsten Animationstechniken durchlaufen hat, findet er die große Liebe … schreibt Adele Raczkövi zu ihrem Animationsfilm.

Mit verschiedenen Animationstechniken werden die unsichtbaren und verbal nicht fassbaren Zwischentöne in diesem Prozess der Selbstwerdung dargestellt.

Da der Film so liebevoll gestaltet und berührend ist, noch ein paar Filmstills:

 

Looking For Love © Adele Raczkövi

Looking For Love © Adele Raczkövi

 

Erinnert Sie der Hund, der die Orange verschluckt, nicht auch an Erwin Wurms "The Artist Who Swallowed The World"? Natürlich ist Adeles Hund viel charmanter.

 

Looking For Love © Adele Raczkövi

Looking For Love © Adele Raczkövi

Ausstellungsansicht zur Installation Looking For Love
Museumsquartier Wien - Electric Avenue, Asifakeil,
Installation und Video "looking for love", 2011

 

Ihre künstlerische Bandbreite reicht von Malerei, Zeichnung, Objektkunst über Installation und Fotografie bis hin zu experimentellen Videos. Auf Youtube gibt es auch ein kurzes Video, in dem die Künstlerin den Weg von der Zeichnung zum Animationsfilm erklärt, zum Beispiel den Matrix-Effekt, der ihren Hund um die Orange kreisen lässt.

Adele Raczkövi, 1977 in Wien geboren, hat an der Hochschule für angewandte Kunst Malerei und experimentellen Animationsfilm studiert und 2008 ihr Diplom gemacht. 2011 erhielt sie den Preis für den besten österreichischen Animationsfilm beim Tricky Women Festival Wien.

 

alle Arbeiten © Adele Raczkövi

 

Film, Installation, Malerei, Zeichnung
2. Mai 2013 - 9:46

"Ach, ist das schön, in der Sonne zu liegen!", mag sich Buttercup, der Labrador von Cristall Harper wohl denken.

 

Hot Dog © Cristall Harper

 

Die amerikanische Künstlerin hat sich in ihrer Malerei auf vier Themenbereiche spezialisiert. Blumen, Meeresbilder, menschliche Porträts und Tiere, wobei mir ihre Hunderbilder mit Abstand am besten gefallen.

Fast ausnahmslos bevorzugt sie ein kleines quadratisches Format, in das sie die Hunde platziert: Manchmal sind sie angeschnitten oder bewegen sich aus dem Bild heraus. Die Hintergründe sind monochrom, oft durch einen starken Schatten akzentuiert. Das Weglassen eines Umgebungshintergrunds setzt nicht nur die Hunde inhaltlich ins Zentrum, es verhindert auch, dass die Bilder zu konventionell werden (wie bei ihren Pferden und Kühen auf der Weide). Sie wirken modern und klar.

 

Kona © Cristall Harper

Sunshine © Cristall Harper

Turn © Cristall Harper

Aspen © Cristall Harper

Patient © Cristall Harper

Tweet © Cristall Harper

Play © Cristall Harper

Ready for Kickoff © Cristall Harper

Scritch-Scratch © Cristall Harper

Waiting for Birds © Cristall Harper

 

Obwohl sie unterschiedliche Rassen malt, sind die Labradore mit ihren kompakten Körpern besoders gelungen. Oft wenden sie uns ihre breiten Rücken zu.

alle Bilder © Cristall Harper

 

Malerei