Januar 2022

24. Januar 2022 - 0:00

Pet cuddle © Daniel Tetteh Nartey

 

Der ghanaische Künstler Daniel Tetteh Nartey stellt seine Figuren in alltäglichen Posen dar. An der Körpersprache und den Haltungen zum Tier kann man die Zuneigung und Nähe ablesen, die Personen selbst zeigen keinen sichtbaren Ausdruck oder eindeutige Emotion. Stattdessen führt er eine Linientechnik ein, die Gesichter wiedergibt und ihr Wesen in einem Zustand der Entwicklung festhält. Die Hunde haben keine Gesichtszüge - spricht Ihnen Daniel Tetteh Nartey Entwicklungspotenzial ab?

Er bezeichnet seine Malerei als abstract pop fusion. Den Figuren gemeinsam ist die blaue Hautfarbe. Die flächig aufgetragenen Bereiche kontrastieren mit einer Vielzahl von Texturen, die er z.B. für Gras oder goldene Socken verwendet.

 

In the midst of comfort, 2021 © Daniel Tetteh Nartey

People and pets © Daniel Tetteh Nartey

 

Daniel Tetteh Nartey (*1991/Ghana) beschreibt seinen künstlerischen Prozess als eine Gelegenheit zur Selbstverwirklichung. Er benutzt die Leinwand als Spiegel, um die eigene Gemütsverfassung (state of mind) zu visualisieren.

Er studierte am Ghanatta College of Art and Design, das Künstler wie Amoako Boafo, Otis Qwaku und Kwesi Botchway hervorbrachte.

Seine letzte Ausstellung fand in der Galerie Christopher Moller statt.

Instagram

alle Bilder © Daniel Tetteh Nartey

 

Malerei
17. Januar 2022 - 10:07

Car wash animals © Ricardo Passaporte

 

Das Werk des portugiesischen Künstlers Ricardo Passaporte wird mit der Pop Art in Verbindung gebracht. In Hinblick auf die Wahl seiner Themen ist diese Einschätzung richtig. Wie Andy Warhol, für den Motive wie Kühe, Dollarnoten, Prominente, Suppendosen etc. bei der Darstellung gleichwertig waren, verwendet auch Passaporte Motive der Werbung und Alltagsästhetik sowie Logos und Tiere in seinen Malereien und Installationen.

Oben sehen Sie ein gespraytes Bild, das in seiner letzten Ausstellung "Car Wash Animals" zu sehen war, bei der er verschiedene Tiere zeigte (Hunde, Papageien, Tiger). Als Vorlage wählte er Bilder aus, die er im Internet, in den Printmedien, in der Werbung und in Geschäften und Vitrinen gefunden hatte; ebenso eignete er sich Details von Straßenansichten auf Google Maps an.

Passaporte arbeitete zunächst als Graffiti-Künstler und wurde durch seine vom Discounter Lidl inspirierte Serie von Gemälden bekannt. (Beispiele zeige ich ganz unten). Er schuf auch Skulpturen und Installationen, die sich mit der Ästhetik und Allgegenwärtigkeit von Unternehmensmarken beschäftigten, von Footlocker über Tesco bis hin zur Westminster Kennel Club Dog Show.

Womit wir auf den Hund gekommen wären. Besser gesagt, auf die "Best In Show"!

Die Besten jeder Rasse bei der letzten Westminster Kennel Club Dog Show zeigte Passaporte 2021 in der Galerie Steve Turner in Los Angeles.

 

Babar, 2020 © Ricardo Passaporte

 

Während die gesprühten Porträts von Rumor, Flynn, King, Babar, Miss P und CJ einen einheitlichen blauen Hintergrund haben, ist jeder Hund eine spezifische, identifizierbare Rasse, eine "Marke", die um Popularität, "Likes" und Marktanteile kämpft. Den Hunden fehlen jedoch die üblichen "niedlichen" Eigenschaften, die mit Rassen und Hundeporträts assoziiert werden. Stattdessen hat Passaporte das Klischee durch eine neutrale Qualität ersetzt, die sowohl den Hund als auch den Betrachter von den erdrückenden Auswirkungen von Marketing, Werbung und Konsumismus befreit. (vgl. Steve Turner, übersetzt mit DeepL)

CJ, 2016 © Ricardo Passaporte

Flynn, 2018 © Ricardo Passaporte

King, 2019 © Ricardo Passaporte

Miss P, 2015 © Ricardo Passaporte

 

Rumor, 2017 © Ricardo Passaporte

 

Passaportes Arbeit hat nicht nur mit der Pop Art und deren Warenästhetik zu tun, sondern - durch die häufige Wahl von Sprühfarben - auch mit der Ästhetik der Graffiti-Künstler. Allerdings betont er, dass es einen Unterschied zwischen der künstlerischen Praxis für Galerien und seinen Graffitis gebe und dass seine Kunst keine Weiterentwicklung oder gar "Verbesserung" seiner Praxis als Graffiti-Künstler sei.

Er sprayt die Farbe aus einer gewissen Entfernung auf, was seinen Arbeiten weiches Aussehen und Unschärfe verleiht. Außerdem führt der Abstand zur Leinwand zu einer Unkontrollierbarkeit im Entstehungsprozess, woraus sich unbeabsichtigte Fehler ergeben: Der Raum für Zufall und Überraschung öffnet sich.

 

Best In Show. Installation view, Steve Turner, 2021

Best In Show. Installation view, Steve Turner, 2021

 

Mit der Tiermalerei begonnen hat Passaporte bereits 2020. Auf Mallorca fand seine Ausstellung mit dem wunderbaren Titel "If dogs don’t go to heaven, I want to go where they go", statt.

 

Untitled, 2020 © Ricardo Passaporte

Untitled, 2020 © Ricardo Passaporte

Super cute dog, 2020 © Ricardo Passaporte

6 50 pm, 2020 © Ricardo Passaporte

Good dog, 2020 © Ricardo Passaporte

Two baby poodles, 2020 © Ricardo Passaporte

 

Wie man unschwer an all seinen Arbeiten erkennen kann, ist für Ricardo nicht Brillanz, sondern unbeholfene Darstellung, das weitgehende Fehlen eines "guten" Geschmacks oder der akademischen Gebote von Perspektive und Komposition wesentlich. Er will bei der Kunstproduktion vielmehr Emotionen auf unmittelbare und reine Weise ausdrücken. Deshalb ist er auch von Dingen fasziniert, die auf unprätentiöse Weise entstanden sind wie naive Graffitis oder Kinderzeichnungen. Sein Ziel ist es, vollkommen frei zu malen/sprayen und dem Ergebnis unbekümmert gegenüberzustehen.

Er verwendet verschiedene Medien und Techniken, um zu seinen "naiven" Ergebnissen zu kommen. Seine künstlerische Sprache und Ästhetik sind die Folge eines sehr persönlichen und intimen Prozesses. Seine scheinbare Lockerheit ist darauf zurückzuführen, dass er sich zur Spontaneität zwingt und Raum für Fehler zulässt.

Group of dogs, 2020 © Ricardo Passaporte

Group of dogs, 2020 © Ricardo Passaporte

Poodle with blue background, 2019 © Ricardo Passaporte

Poodle with red background, 2020 © Ricardo Passaporte

 

Mit den Arbeiten zu Lidl wurde Ricardo Passaporte 2016 bekannt. Er setzte sich intensiv mit der Geschichte des Pop auseinander und unterstrich die sich entwickelnde Beziehung zwischen Kunst und Kommerz. Indem er sich diese Logos aneignete, sie abstrahierte und zu seiner persönlichen Sprache machte, unterbrach Passaporte die Beziehung zwischen Marke und Verbraucher.

 

Ausstellungsansicht Galeria Alegria, 2016
Ausstellungsansicht Galeria Alegria, 2016

Ausstellungsansicht Galeria Alegria, 2016

Ausstellungsansicht Ruttkowski;68, 2018
Ausstellungsansicht Ruttkowski;68, 2018

Ausstellungsansicht Ruttkowski;68, 2018

 

Ricardo Passaporte (*1987 in Lissabon/Portugal) lebt und arbeitet in Lissabon.

 

Installation, Malerei, Skulptur
10. Januar 2022 - 9:50

Moo, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Moo, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Moo, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Moo, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Moo, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

 

Vielleicht täusche ich mich, aber ich habe den Eindruck, dass im angloamerikanischen Raum mit der Trauer über ein Tier viel offener, toleranter und unterstützender umgegangen wird als in Europa. Während es in den USA virtuelle Medidationsräume, Netzwerke zur Unterstützung und Therapie-Ideen für trauernde Tier-Eltern gibt, ist mir das "bei uns" nicht bekannt. Noch herrscht eher das Gefühl vor, sich für seine Trauer um ein Tier rechtfertigen oder seine Emotionen verbergen zu müssen.

Doch was die berühmte Psychiaterin, Trauer- und Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross über den Verlust von Menschen gesagt hat, gilt auch für den Tod von Tieren:

 

The reality is that you will grieve forever. You will not ‘get over’ the loss of a loved one; you will learn to live with it. You will heal and you will rebuild yourself around the loss you have suffered. You will be whole again but you will never be the same. Nor should you be the same nor would you want to. (Elisabeth Kübler-Ross zit. n. hier)

 

In Erinnerung an ihre verstorbene Katze Lilly hat Lauren Smith-Kennedy das "Tilly Project" ins Leben gerufen, das Hilfsmittel zur Verfügung stellt, um mit diesem Verlust zu leben. Sie hat ebenfalls begonnen, ein "End-of-life pet photography"-Netzwerk einzurichten, eine umfassende Liste von Fotografen in den USA (und darüber hinaus), die Fotografie am Lebensende anbieten.

 

Maggie, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Maggie, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Maggie, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

 

Lauren Smith-Kennedy, in South Portland/Maine ansässig, bietet Haustierhaltern und ihren Tieren, die am Ende des Lebens stehen, ein letztes Fotoshooting an, damit sie sich auch mithilfe der Fotos an diese bedingungslose Form der Liebe und Kameradschaft erinnern können. Ihre Fotos zeigen die zärtlichen und emotionalen Momente, die Menschen mit ihren geliebten tierischen Begleitern teilen, wenn sie sich verabschieden. Die Fototermine bietet Smith-Kennedy kostenlos an, um sie allen zugänglich zu machen.

 

Oscar, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

 

Hauptberuflich leitet Lauren die Entwicklungsabteilung im Saco River Wildlife Center, einem Rehabilitationszentrum für Wildtiere. Als ihre Katze Tilly durch einen Unfall vor ihren Augen starb, beschloss sie, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um so viele andere Tiere wie möglich zu retten. Tilly war "ihre Welt und ihr Licht", und sie ist dankbar für jedes Bild, das sie von ihr hat. Diese Empfindung inspirierte sie auch dazu, ihr fotografisches Talent für Haustiere am Lebensabend einzusetzen. Die fotografische Arbeit ermöglicht es ihr, die eigene Trauer zu verarbeiten, aber auch all der anderen wunderbaren Haustiere zu gedenken und ihr Vermächtnis zu erhalten.

 

Asia, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Asia, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Asia, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

 

Jeder Tierhalter, der ein Haustier verloren hat, weiß, wie erschütternd und herzzerreißend es sein kann, wenn ein tierisches Familienmitglied stirbt. Wenn der Schmerz über den Verlust groß ist, können Fotos und Videos helfen, sich an die schönen gemeinsamen Zeiten zu erinnern.

Lauren Smith-Kennedy freut sich nicht darauf, die gebrechlichen Tiere zu fotografieren, da es auch für sie schmerzvoll ist, ein Haustier, das vielleicht an einer Krankheit leidet, die nicht mehr behandelt werden kann, in seinen letzten Tagen zu besuchen. Sie sieht es vielmehr als Ehre an, dass man ihr das Vertrauen entgegenbringt, solch bedeutungsvolle, verletzliche Momente festzuhalten und dabei die starke Bindung zwischen Tieren und ihren Angehörigen zu zeigen. Bis zu einer Stunde verbringt sie mit jeder Familie, während diese sich von ihrem Tier umarmend und streichelnd verabschiedet oder Lebewohl sagt, um ein fotografisches Andenken zu schaffen, auf das die Trauernden dann gerne zurückblicken.

 

Bella, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Bella, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

 

Die Sitzungen werden so gestaltet, wie ihre Kunden es sich wünschen: sei es, dass sie eine Umarmung teilen oder ein letztes Mal den Lieblingsplatz des Tieres genießen wollen; sei es, dass die ganze Familie miteinbezogen werden will oder nur einzelne Aufnahmen vom Haustier gemacht werden sollen.

Die Fotografin gibt dabei keine Anweisungen oder Ratschläge, sagt nicht, was die Angehörigen fühlen oder woran sie denken sollen, sondern fordert sie nur auf, etwas mit ihrem Hund zu tun oder von ihm zu erzählen. Das allein weckt Erinnerungen und Emotionen, die die Bilder so echt und authentisch wirken lassen. Beim Prozess des Fotografierens ist es für Lauren schwierig, aber wichtig, die nötige Distanz zu den eigenen Gefühlen aufrechtzuerhalten. Aber wenn sie sich die Bilder ansieht, dann holen sie ihre Emotionen ein.

 

Abigail, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Chevy, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Sadie, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Pablo, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Malibu, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Lola, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Winston, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

CC, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Lucca, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Opie, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Cosma und Rascal, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

Rascal, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

 

Obwohl die ergreifenden Porträts von Hunden im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen, wurde Lauren auch gebeten, die letzten Momente anderer Tiere zu fotografieren - darunter die Hausratte Velma. Vielleicht erscheint es für manche Menschen unbegreifbar, dass auch der Verlust einer kleinen Ratte erschütternd sein kann. Aber es geht nicht um die Größe, sondern um die Verbundenheit, die wir zu ihr hergestellt haben. Auch wenn manche Tiere klein sind, haben sie doch großen Einfluss auf unser Leben und lehren uns die wahrhaftigste Form von Loyalität und Liebe.

 

Velma, 2021 © Lauren Smith-Kennedy

 

Instagram, Facebook, The Tilly Project
 

alle Fotos © Lauren Smith-Kennedy

 

Fotografie
6. Januar 2022 - 10:14

His Master's Virus, 30x50cm, 2021 © Chantalle Demierre

 

Kommt Ihnen das Bild auch surreal vor ? Was kann es bedeuten? Die Hunde stehen wie vor einer Kulisse oder einem Bühnenbild; einer der beiden steckt seine Schnauze in eine Art schwebenden Doppeltrichter!

Unten kommen schon realere Versuche: Tierversuche?

 

His Master's Virus, 30x50cm, 2021 © Chantalle Demierre

Coronadog, 75x90cm, 2020 © Chantalle Demierre

His Master's Virus, 30x50cm, 2021 © Chantalle Demierre

 

Ausnützung des Spieltriebs! Coronaspürhunde stecken ihre Schnauzen in Trichter, in denen sich Stoffstückchen mit dem Schweiß der Testpersonen befindet. Zuvor wurden sie darauf trainiert, Corona anhand des menschlichen Geruchs festzustellen.

 

Trainiert werden die Hunde ähnlich wie für die Suche nach Drogen oder Vermissten: Man präsentiert ihnen zuerst den Geruch, den sie sich merken sollen. Später sollen sie ihn wiedererkennen. Gelingt das, werden sie belohnt. Im Falle der Virensuche laufen sie an einer Apparatur mit negativen und positiven Proben entlang und schnüffeln sie nacheinander ab. Sobald sie den gesuchten Duft identifizieren, setzen sie sich hin. Bei einem Treffer gibt es eine Belohnung.
(zit. n. ZEITonline, Seite 1)

 

Die Trainingsapparatur hat die Künstlerin in kalten Farben und sehr steril und artifiziell anmutend widergegeben. Vorlagen dazu fand sie in analogen und digitalen Medien und auf YouTube.

 

Trackingdog, 130x165cm, 2020 © Chantalle Demierre

 

Das Interesse der Künstlerin an Hunden und Wölfen hält seit vielen Jahren unverändert an, wenngleich sie auch vermutet, dass sie als Künstlerin weniger ernst genommen wird, weil sie sowohl gegenständlich als auch Tiere malt.

Da Chantale Demierre zurzeit ohne eigenen Hund lebt, borgt sie sich manchmal den braunweißen Mischling eines Freundes aus, der früher als mazedonischer Straßenhund lebte. "Arbeitslos" schläft er eingerollt.

 

Schlafender Hund, 40x40cm, 2020 © Chantalle Demierre

 

Die Bieler Künstlerin nimmt zurzeit an der "Cantonale Berne Jura" (2021/22) teil, einem Zusammenschluss von zehn Ausstellungsinstitutionen, die das Kunstschaffen der Kantone Bern und Jura in einer gemeinsamen Jahresausstellung  präsentieren. Ihre Arbeiten sind im Kunsthaus Interlaken und in der Kunsthalle Bern zu sehen.

Chantale Demierre (*1982 in Biel/Schweiz) hat von 2003-2006 an der Hochschule der Künste Bern Kunst studiert und 2013-2015 ihren Master an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel gemacht. Sie lebt und arbeitet in Nidau.

Quellen zu den Coronaspürhunden: FAZ, ZEITonline, Deutsche Apotheker Zeitung

alle Bilder © Chantale Demierre

 

Ausstellung, Malerei
3. Januar 2022 - 9:44

Wie reagiert ein Hund, wenn ein neuer in das Rudel kommt, der vielleicht nicht die gleiche "Sprache" spricht wie die etablierte Gruppe? Die Rudelmentalität kann zu Angst oder Aggression führen, wenn der Hund auf Unterschiede trifft.

 

Imposter, 2013 © Helen Cann
"Imposter", lackiertes Acryl und Tinte auf MDF

 

Die in Brighton lebende Malerin und Illustratorin Helen Cann interessiert sich für dieses Verhalten und hat es in "Imposter" charmant umgesetzt.

Ich habe dieses "Doppelporträt" zufällig im Internet gefunden und der in das Quadrat gepresste Terrier hat mich sofort für sich eingenommen. Im Hintergrund raufen gemalte Hundeumrisse. Wer ist der "Imposter" (der Betrüger, Schwindler, Hochstapler)? Der gefaltete Papierhund der Gattung Origami?

Es ist das einzige Hundebild der Künstlerin, die aber eine Affinität zu Hunden haben dürfte, da sie dieses Werk 2013 bei einer Charity-Ausstellung für Streunerhunde ausgestellt hat.

Ich besitze sogar ein Buch von der Künstlerin, wie ich bei meinen Recherchen bemerkt habe, nämlich "Maps!" (Haupt Verlag 2017). In ihrer Tätigkeit als Illustratorin ist sie auf handgezeichnete Karten spezialisiert. Helen Cann gibt regelmäßig Workshops zum Gestalten von Plänen, Karten und Skizzen in Galerien und Museen.

Imposter © Helen Cann

 

Malerei