Malerei

13. Juni 2017 - 19:45

Peter Saul, Rich Dog, 1963
Peter Saul, Rich Dog, 1963, Hall Collection © Peter Saul, Courtesy Hall Art Foundation,
Foto: Jeffrey Nintzel

 

In seiner ganz eigenen Bildsprache hat der US-amerikanische Maler Peter Saul ab den späten 1950er-Jahren ein äußerst eigenwilliges Œuvre entwickelt, ein Crossover aus Pop Art, Surrealismus, Abstraktem Expressionismus, San Francisco Funk und Cartoon Culture, in dem er politische und soziale Themen anspricht.

Nie wirklich zu einer Gruppe oder Bewegung gehörend, malt er seit mehr als 50 Jahren gegen wechselnde künstlerische Moden an. Dabei verletzt er ganz bewusst den guten Geschmack und das lange bevor "Bad Painting" ein zentrales Anliegen der zeitgenössischen Kunst wurde.

Der 1934 in San Francisco geborene Künstler vereint in seiner Malerei nicht nur gegensätzliche Stilrichtungen wie Pop Art und Abstrakten Expressionismus, er fügt seinen Bildern auch das Erzählen von Geschichten als neues, eigenes Moment hinzu.

Mit der Pop Art gemeinsam hat Peter Saul das Interesse am Banalen, an der Konsumgesellschaft und der Produktwerbung. Anders als die bekannten Vertreter der Pop Art zeigt er allerdings keine cleane Ästhetik, sondern eine übertrieben schrille oder schmuddelige, um die Schattenseiten des Massenkonsums und des American Dream zu zeigen. Sein komplexer und unübersichtlicher Bildaufbau, die dynamischen, ja barocken Kompositionen rücken ihn die Nähe der Abstrakten Expressionisten.

In der Mitte der 1960er-Jahre beginnt Peter Saul seine Kunst vermehrt mit politischen Botschaften zu verknüpfen. Neben Themen wie dem Vietnamkrieg, Polizeigewalt und der sexuellen Ausbeutung der Frau verhandelt Saul in seinen Bildern auch Rassenkonflikte und die gesellschaftliche Spaltung durch Armut und Reichtum. Er sieht seine Bilder jedoch nicht als Protest oder politische Agitation - "I’m just using what the culture gives me" -, sondern er bedient sich lediglich an den aktuellen gesellschaftlichen Phänomenen und Geschehnissen. Politik ist für ihn nur ein weiteres Thema wie Landschaft, Abstraktion oder irgendetwas anderes.

 

Peter Saul, Superman and Superdog in Jail, 1963
Peter Saul, Superman and Superdog in Jail, 1963, Öl auf Leinwand, 190,5 x 160 cm,
Collection of KAWS © Peter Saul, Foto: Farzad Owrang

 

Helden seiner malerischen Erzählungen sind oft Figuren aus Comicstrips, wie etwa Mickey Mouse, Donald Duck oder Superman, die jeder kennt und mit denen er ernste politische Inhalte verbindet. Saul zerstört das Image Supermans als sauberem Supermann, setzt ihn mit Banalitäten ins Bild und konzentriert sich auf seine dunklen Momente der Niederlage. Bei "Superman and Superdog in Jail" (1963) sitzt der Held mit zerrissenem Kostüm im Gefängnis, unter ihm eine Toilettenschüssel, aus der Superdog genüsslich sabbert.

Wie technisch präzise, witzig und grell, aber auch böse und unergründbar Peter Sauls Kunst ist, erkennt man auch an den Bildern mit Hunden, die ich für den Blog mit Hilfe der google-Suche gefunden habe.

 

Peter Saul, Dog, 1964
Peter Saul, Dog, 1964, Foto von hier

Peter Saul, Manz Best Friend, 2009
Peter Saul, Manz Best Friend, 2009, Foto von David Nolan Gallery

Peter Saul, Dog on Cross, 1985
Peter Saul, Dog on Cross, 1985, Foto von David Nolan Gallery

Peter Saul, Rembrandt Dog, 1988
Peter Saul, Rembrandt Dog, 1988, Foto von George Adams Gallery

Peter Saul, Vincent Van Dawgh, 1988
Peter Saul, Vincent Van Dawgh, 1988, Foto von George Adams Gallery

Peter Saul, Dog in Electric Chair, 1986
Peter Saul, Dog in Electric Chair, 1986, Foto von George Adams Gallery

 

Erstmals in Europa präsentiert nun die Schirn Kunsthalle Frankfurt einen umfassenden Überblick über das bislang wenig beachtete Werk von Peter Saul, der mit seiner Arbeit und seiner Lehrtätigkeit auch viele nachfolgende Künstler beeinflusst hat. Die Ausstellung ist noch bis zum 3. September 2017 zu sehen.

Quelle: Schirn Kunsthalle Frankfurt, David Nolan Gallery, George Adams Gallery

 

Ausstellung, Malerei
16. Mai 2017 - 22:55

Noch bis zum 11. Juni 2017 ist die Sammlung Klewan - Porträt(s) der Moderne in der Orangerie des Unteren Belvederes zu sehen. Die Sammlung umfasst bedeutende Werke der internationalen klassischen Moderne bis hin zu zentralen Positionen der Nachkriegskunst. Helmut Klewan, Kunstkenner und Galerist, pflegte Kontakt zu bedeutenden österreichischen Künstlerinnen und Künstlern, darunter Arnulf Rainer, Friedensreich Hundertwasser und Maria Lassnig.

Eine der ausgestellten Künstlerinnen ist Regina Götz (*1966 in Bludenz/Österreich), die von 1986 bis 1994 bei Maria Lassnig an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien studierte.

Wie Maria Lassnig thematisiert auch Regina Götz Körperwahrnehmung und -empfindung. Das Selbstporträt zieht sich als roter Faden durch das schmale Werk. Auf mehreren Bildern befinden sich Tiere, trotzdem sind die Gemälde nicht idyllisch: Schmerz und Krankheit sind in ihnen präsent. Bei genauerem Betrachten der Selbstbildnisse erkennt man den Filter im Halsbereich, den die Künstlerin nach einer Kehlkopfoperation trägt.

 

Regina Götz, o.T., 2006 und 2008 © Belvedere Wien

 

Die Gemälde lassen eine Vielzahl von Assoziationen zu. Menschliche und tierische Körper werden vermessen. Der Trend zur Optimierung des Körpers hin zur Perfektion steht im Gegensatz zu seiner realen Verwundung und Fragilität. Die Tiere fungieren dabei auch als Vermittler, die es dem Betrachter/der Betrachterin erleichtern sollen, ins Bild einzusteigen, sich auf das Bild einzulassen.

Humor und Witz ist beim unteren Gemälde zu erahnen. Die Künstlerin stellt sich als nackte "Salome" mit dem Haupt von Wolfgang Zinggl, dem Kultursprecher der Grünen, dar. Dieser "Johannes" schaut ganz ungläubig, als scheint er sich zu fragen, wie es so weit kommen konnte. Auch der Dalmatiner blickt ganz fassungslos auf das Tablett.

 

Regina Götz, o.T. © Regina Götz

 

Nur alle zwei Jahre stellt die Vorarlbergerin, die in Wien lebt, ein Bild fertig. Besondere Aufmerksamkeit beim langwierigen Entstehungsprozess widmet sie den Augen. ihr Ziel ist es, dass das Bild quasi zurückschaut. Wie schön für uns, dass auf einigen Bildern ein Dalmatiner mit dabei ist!

Quelle: Die Presse, Wiener Zeitung, Belvedere

 

Ausstellung, Malerei
10. Mai 2017 - 15:40

Sicher kennen Sie Virginia Woolf! Aber haben Sie auch schon von Vanessa Bell gehört? Sie war die ältere Schwester der Schriftstellerin und bildende Künstlerin. Als Malerin des Post-Impressionismus wurde sie in ihrer pastosen, kraftvollen Malerei vor allem von Matisse inspiriert. Neben der Malerei beschäftigte sie sich mit Illustration, Innenarchitektur und Design.

 

Vanessa Bell, Leonard Woolf's Dog Sally

 

Vanessa Bell (1879-1961) studierte an der Royal Academy School und stellte ab 1912 zuerst in London, dann auch international in Paris, Zürich und Venedig aus. Nach dem Tod der Eltern lebte sie mit ihren Geschwistern im Londoner Stadtteil Bloomsbury, wo regelmäßige Treffen mit anderen Künstlern und Intellektuellen zur Bildung der Bloomsbury Group führten. Später übersiedelten sie ins Landhaus nach Charleston/Sussex.

Im Jahr 1907 heiratete sie  Clive Bell, später zog mit dem homosexuellen Maler Duncan Grant und seinem damaligen Freund David Garnett zusammen, blieb ihrem Ehemann dennoch stets freundschaftlich verbunden. Ihre progressive Einstellung gegenüber freier Liebe und ihre allgemeine Weltoffenheit machten sie zur "bodenständigen, domestizierten Göttin" der queeren Szene von Bloomsbury. (dazu Artikel in Broadly)

 

Vanessa Bell, Leonard Woolf's Dog Sally

 

In England gilt Vanessa Bell als strahlende, unkonventionelle Figur, um die sich ein exzentrischer Freundeskreis drehte. Obwohl sie eine zentrale Figur und Muse der Bloomsbury-Gruppe war, blieb sie lange im Schatten ihrer berühmteren Schwester und wurde vor allem wegen ihres abwechslungsreichen Liebeslebens rezipiert. Erst ein halbes Jahrhundert nach ihrem Tod wird sie ausschließlich als Künstlerin betrachtet und ihr Werk in einer Einzelausstellung in der Londoner Dulwich Picture Gallery präsentiert. Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Juni 2017 zu sehen.

 

Leonard und Virginia Woolf, Foto von Gisele Freund © Estate Gisele Freund/IMEC I

 

Eingang in den Blog findet Vanessa Bell, weil sie auch Sally, den Hund ihres Schwagers Leonard Sidney Woolf malte. Wie gut ihr das gelungen ist, sehen Sie im Vergleich mit dem unteren Foto.

 

Leonard und Virginia Woolf, Foto von Gisele Freund © Estate Gisele Freund/IMEC I
Leonard und Virginia Woolf, Foto von Gisele Freund © Estate Gisele Freund/IMEC Images

 

Quellen: Frauenbiographieforschung, Broadly, Dulwich Picture Gallery, Die Zeit

Bilder via pinterest

 

Ausstellung, Malerei
25. April 2017 - 10:55

Snowscape with dog, 2004 © Siert Dallinga

 

Ein alter Computer, eine Bananenschachtel, Kind und Hund im Schnee: Mir hat dieses Bild von Siert Dallinga, das ich zufällig im Internet gefunden habe, so gut gefallen, dass ich es Ihnen zeigen wollte. Spüren Sie auch die eisige Kälte, die es verströmt und wollen Sie nicht auch durch das dichte Fell des Hundes streichen?

"Not yet" heißt es lapidar auf der Homepage des Künstlers unter dem Menüpunkt "About". Mir ist es leider nicht gelungen, an anderer Stelle Informationen über den Künstler zu finden, außer dass er aus den Niederlanden stammt und 1954 geboren ist.

Lediglich die Bildersuche brachte noch weitere Bilder mit Hund zum Vorschein, auch diese durchaus sehenswert!

 

Mud, 2006 © Siert Dallinga

Dog, 1990 © Siert Dallinga

Politieman op duin met hond, 1990 © Siert Dallinga

 

alle Bilder © Siert Dallinga

Malerei
15. April 2017 - 8:40

o.T.© Joseba Eskubi

 

Der baskische Künstler Joseba Eskubi lässt in seinen kleinformatigen Bildern aus dicken, gestisch angelegten Farbmassen Figuren/Körper/Objekte entstehen. In seinen so genannten "Collagen" stecken unter diesen Lawinen von Farbmassen Fotografien -  unter anderem von Hunden.

Meist teilt ein Horizont die zwei Farben des gleichmäßig angelegten Hintergrundes. Erschafft Eskubi damit in unserer Vorstellung das "Draußen" von abstrakt anmutenden Landschaften, in denen Körper und Knäuel, wie vom Himmel gefallen, herumliegen? Oder malt er ein "Drinnen", eine Art Bühnenraum, in dem Figuren wie Silhouetten vor dem Hintergrund aufragen?

Seine gemalten "Objekte" - es sind zumeist organische, weiche, amorphe Formen in Zersetzung oder Bewegung, rätselhaft, mystisch, unruhig - sind in unterschiedlichen Ausprägungen zwischen Figuration und Abstraktion angesiedelt. Dabei versucht der Künstler jedem Bild eine eigene Atmosphäre, einen eigenen Charakter wie bei einem Porträt einer bisher unbekannten Sache zu verleihen.

 

o.T.© Joseba Eskubi

 

Anlässlich einer Ausstellung in der Galerie Artdocks in Bremen weist Uwe Goldenstein auf die Präsenz dieser Kreaturen/Körper hin: Diese fragilen, scheinbar nur durch die Farbschlieren zusammengehaltenen und in einem morphologischen aber gleichzeitig unbestimmten Sinn sehr lebendig erscheinenden Körper verweilen ganz selbstverständlich im Raum.

Ich habe nur drei Beispiele ausgewählt, die aber stellvertretend für eine Vielzahl ähnlicher Werke stehen, die zwar Assoziationen von Verhüllungen, Verschleimungen und Eingewobensein auslösen, sich aber dennoch einer konkreten Interpretation widersetzen.

Besonders im unteren Bild sehe ich ein Wesen, das noch eingesponnen, eingewickelt ist, das sich erst entpuppen muss - im biologischen und übertragenem Sinn. Im Grunde ist es nur ein Farbhaufen, der so viel Verletzlichkeit und Zartheit ausstrahlt, dass er bei mir Mitgefühl auslöst. Expression und Sensibilität sind bei Eskubi kein Gegensatz. Seine gestische und ungestüme Malerei findet ihre wesentlichen Züge im Unbewussten und Instinkt. (vgl. dazu dieses Interview mit Joseba Eskubi)

Wichtig ist dem Künstler das Hervorheben der materiellen Substanz der Bilder. Eskubi geht es auch um die Malerei an sich, um das quasi nicht abbildende Erschaffen aus Farbe und expressivem Gestus.

 

o.T.© Joseba Eskubi

 

Einen Teil seiner Arbeit machen kleine Intervention in Kunstkatalogen (vor allem spanischer Barockmaler) oder auf Fotos aus: Er verformt, verzerrt, ja vergräbt das Originalbild unter einem Netzwerk neuer Bedeutungen; er übermalt und manipuliert die Figuren, um sie teilweise zu abstrahieren. Diese Arbeiten bezeichnet Eusebi als "Collagen", die Schere wird durch den Pinsel selbst ersetzt.

Nachfolgend sehen Sie Eskubis Übermalungen von Hunden: Manchmal bleibt nach Eskubis Abstrahierungsprozess nur sehr wenig vom Ausgangsmaterial übrig, weshalb es für mich gar nicht einfach war, die Beispiele mit Hundemotiv herauszufinden.

 

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

o.T.© Joseba Eskubi

 

Joseba Eskubi (*1967 in Bilbao/Spanien) stellt international aus und unterrichtet in Bilbao an der Kunstakademie.

Veronika Olma hat mich auf diesen zeitgenössischen spanischen Künstler aufmerksam gemacht. Vielen Dank dafür! Schauen Sie sich auf alle Fälle weitere Arbeiten auf Eskubis Homepage an. Ich bin mir noch immer unschlüssig darüber, ob er ein figurativer oder abstrakter Maler ist, wobei es mir natürlich nicht um die "Schublade" geht, sondern darum, wie es die Beurteilung und Betrachtung seiner Arbeit verändert. Spannend allemal!

alle Bilder © Joseba Eskubi

 

27. März 2017 - 23:10

© David Eustace

 

Die kleinen Gemälde von David Eustace sind so britisch und liebenswert, dass ich mich fast nicht entscheiden konnte, welche ich Ihnen zeigen will. Im Anschluss meine "kleine" Auswahl. Sie können selbst bei der Google-Bildersuche noch viele andere entdecken!

 

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

 

Eustace behandelt - ganz monothematisch - ein einziges Sujet: die Freundschaft des Mannes zu seinem Hund. Doch diesem Motiv ringt er mannigfache Facetten ab. Männer mit Hut, Hunde mit Hut, beide mit Papierhüten, vielleicht ihrem Grad der Beschwipstheit entsprechend. Denn Alkohol ist in diesen englischen Pub-Szenen natürlich in Form von vollen und leeren Pints mit im Spiel. Die vorgestellten Protagonisten schauen mit rosigen und vom Bier geröteten Gesichtern aus der Wäsche - sprich aus ihren Anzügen oder Karopollundern, manche wärmt leger ein Ringelschal.

 

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

 

Wir lernen Hunde verschiedenster Rassen und Mischungen kennen, manche laborieren wie ihre Herrchen an kleinen Verletzungen. Es wird gekuschelt und geschmust, was das Zeug hält. Nur eines fehlt gänzlich: das Weibliche! Ich habe kein einziges Bild einer Frau mit Hund gefunden - diese Geschichte muss erst noch erzählt werden!

 

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

© David Eustace

 

Die kleinen Gemälde ähneln einander in ihren Versatzstücken - neben Mann und Hund ein runder Tisch, eine angeschnittene Uhr und die Horizontale eines Wandpaneel - und ergeben doch immer wieder neue heiter-melancholische Variationen.

Einen angedeuteten Kubismus, die Perspektiven von Cézannes Stilleben, sogar Chagall finde ich in seinen Werken, subtil zitiert und um Humor ergänzt.

 

© David Eustace

 

David Eustace (*1950 in Birmingham) ist nicht nur Maler, sondern auch Musiker in Blues- und Jazz-Formationen.

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei Frau Andrea Antoni bedanken, die mich nicht nur auf das Werk dieses Briten aufmerksam gemacht hat, sondern die damit den Blog sozusagen wieder ins Rollen brachte, nachdem ich in einer "Schreibblockade" gefangen war, die mich hinderte begonnene Beiträge abzuschließen und mich neuen zuzuwenden. Vielleicht hören Sie in Zukunft also wieder mehr von mir!

alle Bilder © David Eustace

 

LeserInnen empfehlen, Malerei
1. März 2017 - 11:05

Im letzten Blogbeitrag habe ich Ihnen Anna Jermolaewas Videoarbeit "Motherhood" gezeigt. Während dort die Beziehung des Hundes zu ihren Welpen und dem Menschen, dem ihre Aufmerksamkeit gilt, unklar ist, möchte ich ihnen hier das Bild "Bambina con cani" (1875) von Achille Glisenti vorstellen, das quasi wie ein Gegenentwurf dazu lesbar ist.

 

Achille Glisenti, Bambina con cani (1875)

 

Ein kleines Mädchen entzieht der Hündin ihr Kind, hält es von ihr weg und bedenkt sie mit einem strengen, starren, fast hypnotisierenden Blick. Der Ausdruck der Hundemutter mag fragend oder bittend, flehend sein, wir sehen ihn nicht, da der Kopf des Tieres von uns abgewendet ist. Auch wissen wir nicht, wie diese kleine Szene ausgehen wird. Die Abhängigkeit und Wehrlosigkeit des Hundes gegen den menschlichen Zugriff wird in Grautönen dargestellt, nur die Wangen des Mädchens bilden einen warmen Kontrast.

Viel konnte ich nicht über den italienischen Maler Achille Glisenti (1848-1906) in Erfahrung bringen, dessen Tätigkeit in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts fällt. Verschafft man sich bei der Google-Bildersuche einen Überblick über sein Werk, erkennt man unschwer, dass er von den modernen Strömungen in der Malerei gänzlich unberührt war. Nichts Impressionistisches oder Abstrahierendes findet sich hier, sondern vielmehr Romantisches, Klassizistisches und Historisierendes. Genreszenen, durchaus mit sozialem Hintergrund, sowie mythologische und orientalische Szenen bestimmen sein Werk.

Tief Verwurzelt im akademischen Stil wird er zum Porträtmaler der Bourgeoisie, lediglich bei seinen ländlichen Porträts und Szenen zeigt sich ein spontanerer Stil. Unbestritten sind seine technische Perfektion, allerdings wurde ihm lange ein Mangel an "wahrem" künstlerischen Geist attestiert; erst Jahrzehnte nach seinem Tod kam es zu einer Neubewertung seines Werks.

Achille Glisents Gemälde hat mich an alte Fotos von Lucy als Welpe erinnert. Sie wird getragen, weil der Spaziergang für das vier Monate alte Hundemädchen zu lang war. Inzwischen ist Lucy schon viele Jahre tot, die Fotos über zwanzig Jahre alt. Es war wie eine kleine Zeitreise, die Fotos in einem Album aufzustöbern. Eines habe ein auch als Vorlage für eine Zeichnung verwendet.

 

Lucy als Welpe, 1996, Foto: Petra Hartl

Lucy als Welpe, 2007 © Petra Hartl

 

Und so habe ich 1996 ausgesehen. Schon damals haben mich nur Hunde zum Strahlen gebracht!

 

Lucy als Welpe, 1996

 

Meine Arbeit, Malerei
19. Februar 2017 - 21:36

Wie erfreulich für uns, dass das Sammeln von Zeichnungen für Wohlhabende ein kultivierter Zeitvertreib war! Eine Sammlung - ein Konvolut an Zeichnungen, das auch zweihundert Tierdarstellungen enthielt - kaufte 1772 das Braunschweiger Herzog Anton Ulrich Museum an. Darunter eine Arbeit, die dem deutschen Tiermaler Johann Melchior Roos (1663-1731) zugeschrieben wurde. Erst dem Leiter des Kupferstichkabinetts Thomas Döring, der bei der Inventarnummer 719 immer ins Sinnieren kam, ist es zu verdanken, dass sie neu bewertet und als Rembrandt erkannt wurde. Vorausgingen eingehende Recherchen, darunter mikroskopische Untersuchungen, Studium von vergleichbaren Originalen Rembrandts in Amsterdam, Paris und Wien sowie Konsultationen von internationalen Autoritäten der Rembrandt-Forschung.

Kein anderer jedoch als Rembrandt hätte einen Arbeitshund so trefflich und mit "traumwandlerischer Sicherheit" porträtieren und auf nur 82 x 99 mm sein ganzes Elend darstellen können. Der Hund ist nicht nur mit expressivem Strich, sondern auch vom Leben gezeichnet: Erschöpft vom arbeitsamen Dasein blickt er uns an!

 

Rembrandt  Harmenszoon van Rijn (1606-1669), Studie eines sitzenden Hundes, um 1
Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606-1669), Studie eines sitzenden Hundes, um 1637

 

Immer wieder tauchten Hunde im Werk Rembrandts auf. Vor allem in den 1630er Jahren bereicherte der Künstler seine Gemälde und Radierungen bevorzugt mit Darstellungen von Hunden als bedeutungsvollen Nebenmotiven. Er sammelte seine gezeichneten - und offenbar größtenteils verlorenen - Tierstudien in einem Band, den er mit "beesten nae ’t leven" (dt. Tiere nach dem Leben) beschriftete. Darin dürfte sich ursprünglich auch die neu entdeckte "Studie eines sitzenden Hundes" befunden haben.

Den neuen Rembrandt können Sie erstmals ab dem 6. April 2017 im Rahmen der Ausstellung "Dürer, Cézanne und Du. Wie Meister zeichnen" betrachten, der ersten großen Sonderausstellung des Ende Oktober 2016 neu eröffneten Herzog Anton Ulrich Museum.

Als Draufgabe sehen Sie unten noch eine sehr realistische und karge Winterlandschaft, durch die ein kleiner Hund trottet.

 

Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606-1669), Winterlandschaft, 1646
Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606-1669), Winterlandschaft, 1646

 

Ausstellung, Grafik, Malerei, Zeichnung
22. Dezember 2016 - 16:58

Bill Traylor, Untitled (Figures, Construction)
Bill Traylor, Untitled (Figures, Construction),
Montgomery Museum of Fine Arts, Montgomery, Alabama, Photo by Lyle Peterzell

 

Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass die Überschrift des Blogbeitrags neben dem Namen des Künstlers nicht viel verrät. Ich möchte, dass Sie die Arbeiten vollkommen unbeeinflusst betrachten. Woran erinnern sie? Wie wirken sie? Was wird darin erzählt?

 

Bill Traylor, Untitled (Man Carrying Dog on Object)
Bill Traylor, Untitled (Man Carrying Dog on Object),
High Museum of Art, Atlanta, Georgia, Photo by Mike Jensen

 

Der afroamerikanische autodidaktische Zeichner und Maler, der diese Arbeiten am Ende der 1930er und Anfang der 1940er Jahre anfertigte, war zu diesem Zeitpunkt schon über 80 Jahre alt.

In seinen einfachen, aber sehr berührenden Zeichnungen kommen vor allem Menschen und Tiere vor. Dabei kombiniert er figürlich-narrative Elemente mit abstrakten Teilen. Die Arbeiten sind sehr flächig, wobei leere und gestaltete Flächen wechseln, der Raum wird nicht perspektivisch behandelt. Die Farbe ist intensiv (Preußischblau, Rot, Gelb), allerdings werden in einem Bild nur wenige Farben verwendet.

Neben Kühen und Ziegen zeichnet er auch viele Hunde, die er oft als gewalttätige und unheimliche fremde Kreaturen darstellt. Sie haben offene Münder und fletschen die Zähne, manchmal kämpfen sie untereinander oder mit Katzen.

 

Bill Traylor, Untitled (Figure Construction with Waving Man)
Bill Traylor, Untitled (Figure Construction with Waving Man),
High Museum of Art, Atlanta, Georgia, Photo by Mike Jensen

 

Doch wer war dieser Bill Traylor, der zum Kanon der US-amerikanischen Künstler des 20. Jahrhunderts zählt (und von dem ich noch nie etwas gehört hatte)?

Sein Geburtsdatum ist nicht eindeutig bekannt. Vermutlich wurde er zwischen 1853 und 1856 als Sklave auf der Baumwoll-Plantage von George Hartwell Traylor bei Benton, Alabama geboren. Von Geburt an trug er dessen Familiennamen Traylor. Er war etwa neun Jahre alt, als der amerikanische Bürgerkrieg 1865 endete. Seine Familie und er wohnten auch nach der Befreiung weiterhin auf der Plantage, allerdings hatten sie nun Land gepachtet. 1891 heiratete er und zog mit seiner Frau neun Kinder groß. Nach dem Tod seiner Frau und dem Auszug auch des jüngsten seiner Kinder verließ er um 1930, nach mehr als achtzig Jahren, sein vertrautes Lebensumfeld und zog ins etwa 40 Meilen entfernte Montgomery.

Dort lebte er in der Monroe Street, in der hauptsächlich schwarze Mittelschicht wohnte. Er begann auf alten Kartonresten das zu zeichnen, was er auf der Straße beobachtete: Menschen, Tiere, Alltagsgegenstände, aber auch das, woran er sich erinnerte. Dabei abstrahierte Traylor, ohne dass die Geschichten an Lebendigkeit verloren. Seine Arbeiten wirken gleichzeitig modern und archaisch. Zwischen 1937 und 1942 entstanden über 1200 Zeichnungen.

 

Bill Traylor, Untitled (Figure Construction with Waving Man)
Bill Traylor, Untitled (Figure Construction with Waving Man),
High Museum of Art, Atlanta, Georgia, Photo by Mike Jensen

 

1939 entdeckte ihn der junge Maler Charles Shannon (1914–1996) bei einem Streifzug durch die Straßen. Shannon, der sich sehr für die Kunst des schwarzen Amerikas interessierte, gehörte zur sogenannten New South, einer Gruppe kulturinteressierter junger Leute aus der weißen gebildeten Mittel- und Oberschicht von Montgomery, wo zu dieser Zeit noch strikte Rassentrennung herrschte. Im Februar 1940 veranstaltete die Gruppe in ihrem Klublokal eine Ausstellung unter dem Titel "Bill Traylor. People's Artist" mit einhundert Zeichnungen. Zu dieser Zeit war in Alabama Lynchjustiz vor allem gegen Schwarze noch an der Tagesordnung und der Ku-Klux-Klan hatte Einfluss bis in die Spitzen der Gesellschaft. Die lokale Presse berichtete wohlwollend, die Zeitschrift "New South" widmete Traylor eine Titelstory.

 

Bill Traylor, Untitled (Two Men, Dog, and Owl)
Bill Traylor, Untitled (Two Men, Dog, and Owl), um 1939-1942, Louis-Dreyfus Family Collection

 

Shannon unterstützte Traylor mit Geld und Materialien und holte die unter der Woche entstandenen Arbeiten regelmäßig am Wochenende ab. Traylor soll, so später Zeitzeugen, geglaubt haben, er arbeite für Shannon. 1941 fuhr Shannon ohne Traylors Wissen mit einem Konvolut seiner Bilder nach New York City, um sie dort Freunden aus der Kunstszene zu zeigen. Es war die Zeit, in der intellektuelle Weiße die Kultur des schwarzen Amerikas für sich entdeckten.

Am Beginn der 1940er Jahre zeigte die Fieldston School of the Ethical Culture Schools in Riverdale, New Jersey, die Ausstellung "Bill Traylor, American Primitive (Work of an Old Negro)" und im Juni 1946 erschien in der in den USA weit verbreiteten Zeitschrift "Collier’s" eine große Reportage über Bill Traylor. 

 

Bill Traylor, Untitled (Figures, Constructions)
Bill Traylor, Untitled (Figures, Constructions),
Montgomery Museum of Fine Arts, Montgomery, Alabama, Photo by Lyle Peterzell

 

Der über Achtzigjährige war inzwischen schwer krank, verfiel körperlich zunehmend und konnte kaum noch malen und zeichnen. Nachdem er eine Zeit lang abwechselnd bei seinen Kinder gelebt hatte, kehrte er nach Montgomery zurück und starb dort 1949.

 

Bill Traylor, Untitled (Radio)
Bill Traylor, Untitled (Radio), um 1942

Bill Traylor, Untitled (Exciting Event- Man on Chair, Man with Rifle, Dog Chasin
Bill Traylor, Untitled (Exciting Event- Man on Chair, Man with Rifle,
Dog Chasing Girl, Yellow Bird, and Other Figures), Louis-Dreyfus Family Collection

 

In den 1970er Jahren katalogisierte und betitelte Shannon mit seiner Frau rund 1500 Zeichnungen Traylors aus den Jahren 1939–1942. Ab nun wurde sein Werk in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen ausgestellt. Traylors Erben strengten gegen die Shannons einen Prozess um das rechtmäßige Eigentum an den Zeichnungen - sie erzielten inzwischen hohe Preise - an, der 1993 in einem Vergleich endete. Darin erkannten die Erben den maßgeblichen Anteil Shannons an Traylors spätem Ruhm an.

 

Bill Traylor, Untitled (Legs Construction with Blue Man)
Bill Traylor, Untitled (Legs Construction with Blue Man),
Smithsonian American Art Museum

Bill Traylor, Untitled (Yellow and Blue House with Figures and Dog)
Bill Traylor, Untitled (Yellow and Blue House with Figures and Dog), um 1939-1940,
Smithsonian American Art Museum

Bill Traylor, Untitled (Construction with Yawping Woman)
Bill Traylor, Untitled (Construction with Yawping Woman), um 1939-1942
Smithsonian American Art Museum

Bill Traylor, Untitled (Dog and Cat Fight)
Bill Traylor, Untitled (Dog and Cat Fight)

Bill Traylor, Untitled (Dog Fight with Writing)
Bill Traylor, Untitled (Dog Fight with Writing),
Smithsonian American Art Museum

Bill Traylor, Untitled (Two Dogs Fighting)
Bill Traylor, Untitled (Two Dogs Fighting),
High Museum of Art, Atlanta, Georgia, Photo by Mike Jensen

Bill Traylor, Untitled
Bill Traylor, Untitled

Bill Traylor, Untitled (Brown Dog)
Bill Traylor, Untitled (Brown Dog)

 

In einer Besprechung zu einer 2013 im American Folk Art Museum stattfindenden Ausstellung bemerkt Alana Shilling-Janov, dass in der Rezeption noch immer zu sehr auf Traylors formale Aspekte eingegangen wird, sich die Rezeption zwischen Zuschreibungen von rätselhaft und mystisch versteckt und damit ihre realistische Erzählung unterdrückt. Shannon wählte in den 1970er Jahren Titel wie "Construction" und "Exiting Event" für Traylors Werke, die wenig semantischen Wert haben und konstruierte damit gleichsam eine Sichtweise auf dessen Werk, das zur Verschleierung des Inhalts beitrug.

Heute gilt Bill Traylor als einer der populärsten und bekanntesten afroamerikanischen bildenden Künstler, zahlreiche Bücher und eine Dissertation über ihn sind erschienen. Nicht verwunderlich also, dass das Smithsonian American Art Museum (SAAM) für 2018 die Retrospektive  “Between Worlds: The Art of Bill Traylor” geplant hat. Die Ausstellung wird erstmals die stilistische Entwicklung Traylors sorgfältig beurteilen und seine Szenen als laufende Erzählungen und nicht als isolierte Ereignisse interpretieren.

 

Quellen: Smithsonian American Art Museum, Culture Type, American Folk Art Museum, The Brooklyn Rail, Wikipedia, The Anthony Petullo Collection of self-taught & outsider art

 

Ausstellung, Malerei, Zeichnung
22. November 2016 - 12:35

Zur Zeit findet wieder eine großartige Ausstellung im Unteren Belvedere statt: "Ist das Biedermeier? Amerling, Waldmüller und mehr?". Vor allem das "mehr" ist überaus interessant, da Werke von slowenischen, ungarischen, tschechischen und oberitalienischen Künstlern - also der ehemaligen habsburgischen Kronländer - präsentiert werden, die auch in Wien sonst nicht zu sehen sind.

Im Zentrum der Ausstellung steht die österreichische Malerei zwischen 1830 und 1860, also über das Revolutionsjahr 1848 hinaus, welches die Epoche des Biedermeier zeitlich begrenzt. Gezeigt werden Porträts, Landschaften und Genrebilder. Was mich an der Ausstellung so überaus begeistert hat, ist das handwerkliche Können, die Maltechnik der Biedermeier-Maler. Von den niederländischen Malern des "Goldenen Zeitalters" abgesehen, habe ich bisher nie eine perfektere, realistischere Darstellung der Stofflichkeit gesehen.

Zum unserem Thema "Hund und Kunst" finden sich vor allem Genrebilder, in denen auch Hunde vorkommen.

In Josef Danhausers Gemälde "Der reiche Prasser" von 1836 begleitet ein Hund die Szene, die auf die Verelendung der Bevölkerung am Rande der Gesellschaft hinweist - ein Bettler stört das bürgerliche, verschwenderische Mahl.

 

Josef Danhauser, Der reiche Prasser, 1836 © Belvedere, Wien
Josef Danhauser, Der reiche Prasser, 1836 © Belvedere Wien

 

Derselbe Hund findet sich in Danhausers "Klostersuppe" von 1838. Erst nachdem ich den Hund wiedererkannt habe, habe ich bemerkt, dass auch der ehemalige Prasser beim Verteilen der Armensuppe durch die Mönche anwesend ist. Von seinem Reichtum blieb ihm nur der Hund und ein edles Tuch.

 

Josef Danhauser, Die Klostersuppe, 1838 © Belvedere, Wien
Josef Danhauser, Die Klostersuppe, 1838 © Belvedere Wien

 

In der "Jagdbeute" von Johann Mathias Ranftl, hier sind die Hunde die Hauptakteure, spiegelt sich Ranftls Begeisterung für den britischen Lebensstil wieder. Ranftl, der drei Monate in London verbrachte, lernte dort die Hunde- und Jagddarstellungen von Edwin Landseer kennen. Auch Ranftl entwickelte eine Vorliebe für Hunde, die er in Genreszenen einbaute oder zum Hauptmotiv seiner Bilderzählungen machte. Er perfektionierte die Darstellung der Hunderassen sowohl hinsichtlich ihrer physischen Erscheinung als auch hinsichtlich ihres Verhaltens. Dabei war er so geschickt, dass er den Namen "Hunde-Raffael" bekam!  (vgl. Katalog zur Ausstellung S 204).

 

Johann Mathias Ranftl, Die Jagdbeute, 1851 © Belvedere Wien
Johann Mathias Ranftl, Die Jagdbeute, 1851 © Belvedere Wien

 

Die Ausstellung ist noch bis zum 12. Februar 2017 in Wien im Unteren Belvedere zu sehen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Ist das Biedermeier? Amerling, Waldmüller und mehr, Herausgeber: Agnes Husslein-Arco, Sabine Grabner, ISBN 978-3-903114-11-1

 

alle Bilder © Belvedere, Wien

 

Ausstellung, Malerei