Zeichnung

9. November 2019 - 10:53

Heute schauen wir uns gemeinsam die Bilder von Nettle Grellier an!

 

© Nettle Grellier

 

In ihren früheren Arbeiten - Stillleben im Übergang zu Interieurs - versammelt Nettle Grellier Menschen und Hunde oft um den Küchentisch oder auf dem Sofa, um deren Beziehung zueinander zu erforschen.

Sie widmet aber nicht nur den Lebewesen viel Aufmerksamkeit, auch die Gegenstände wirken fast beseelt. Die Künstlerin, die vom Stillleben kommt - sie malte Früchte, Gemüse, Küchenutensilien - zeigt uns Dinge, die ihr am Herzen liegen, Keramiken, die Freunde angefertigt haben und Bücher, die ihr wichtig sind. Sie kommen als Referenz ins Bild.

Ergänzt werden Mensch, Tier und Requisiten durch ein Sammelsurium an Texturen und Stoffmustern, gemeinsam dargeboten in verzerrter, aufgeklappter Perspektive und expressiver Farbigkeit. Trotz der Buntheit entstehen verträumte Bilder, die kleine Geschichten vom Zuhause erzählen.

 

© Nettle Grellier

© Nettle Grellier

One about how it won't stop doing that kind of snow that doesn't even settle © N

 

Zwei Menschen und zwei Hunde ins Bild gedrängt; barfüßige Körper füllen die Leinwand aus; ein Gewirr an Armen und Beinen bringt Unruhe in die untere Bildhälfte, während die obere Hälfte durch die Ruhe der berührenden und beschützenden Hände bestimmt ist.

In diesem für Nettle Grellier ganz typischen Bild, wird deutlich, worum es ihr geht: Sie möchte uns Menschen (und Hunde) zeigen, die sich in der Nähe des anderen wohl- und auch sicherfühlen: Freundschaften sollen in einer komplexen, reizüberfluteten, individualisierten Welt ein Gefühl der Sicherheit und Gemeinschaft geben, uns gegen die Turbulenzen in einer zerrütteten Welt wappnen.

Und sie möchte auch, dass wir Betrachter das aus ihren Bildern mitnehmen und in unserem Leben umsetzen. Ihre Bilder sind Handlungsanweisungen, die uns zu Freundlichkeit, Gemeinschaftssinn und gegenseitiger Unterstützung ermutigen sollen.

 

You and you and you and me © Nettle Grellier

Daybed © Nettle Grellier

 

Jedes ihrer Gemälde wird von einem universellen Gefühl bestimmt. Sie beginnt einen Körper in das Skizzenbuch zu zeichnen und dann einen anderen mit ihm zu verbinden, dann weiter zu überarbeiten und Körper hinzuzufügen, bis sie mit der Komposition zufrieden ist.

Bei den Ölbildern beschränkt sie sich entweder auf eine Palette, die sich überwiegend aus fleischigem Pink, Rottönen und erdigem Braun und Grün zusammensetzt. Oder sie wählt eine begrenzte Farbpalette, die den Gefühlen zwischen den Figuren entspricht.

 

Whittling Will could not sit still he whittled and whittled at table © Nettle Gr

The closer you get, 2019 © Nettle Grellier

 

Ein Kreis an Berührungen! Die Menschen berühren sowohl einander als auch die Hunde. Jeder darf da sein und hat Platz, das Miteinanderleben ist entspannt und unangestrengt. Die zarten Gemälde von Nettle Grellier zeigen, wie alle den Raum gleichberechtigt einnehmen können.

 

Give bees a chance, 2019 © Nettle Grellier

Where we went to dance © Nettle Grellier

Drawing © Nettle Grellier

Yeah alright © Nettle Grellier

To do to do © Nettle Grellier

© Nettle Grellier

© Nettle Grellier

Ow, fuck off I love you (an ode to Frida) © Nettle Grellier

 

Nette Grellier erzählt in ihren Bildern Geschichten von Nähe und Intimität und sie erzählt Geschichten vom Zuhause, das immer dort ist, wo uns andere schützend und gütig umgeben.

 

Loves Asleep in Llanrhystud © Nettle Grellier

Drawing © Nettle Grellier

 

Hello and Goodbye!

 

A Picture of Frieda's bedtime routine which involves a lot of wriggling © Nettle

 

Nettle Grellier (*Stroud/ Gloucestershire/GB) - sie kommt aus einer künstlerischen Familie - hat an der Universität Brighton Malerei studiert. 2015 ist sie mit ihrem Freund George Lloyd-Jones in einem umgebauten Lastwagen nach Europa gereist und hat sich auf einem alten Bauernhof in Spanien niedergelassen. 2017 kehrten die beiden mit ihrem geretteten Hund Patata nach England zurück. Hier kam auch die Hündin Frida zur Familie.

 

Quellen: It's Nice That, Young Space, Irina & Silviu

alle Bilder © Nettle Grellier

Malerei, Zeichnung
13. Juni 2019 - 10:50

Rodney van den Beemd arbeitet sehr schnell - wie in einem Fluss - und expressiv, wenn er seine Tusche-Skizzen von Fotos anfertigt. Dabei abstrahiert er stark und setzt sich mit der Frage auseinander, wann die Malerei fertig ist. Soll man daran weiterarbeiten, noch mehr Information hinzufügen, auf die Gefahr hin, dass die Spontaneität und Frische verloren geht?

Während die ähnlichen Grauwerte bei der unteren Arbeit eine Gemeinsamkeit des Paares mit dem Hund erzeugen - gemeinsam gehen sie ins nicht näher bezeichnet Diffuse, wendet sich der klar konturierte Black Dog von seinem menschlichen Begleiter ab. Die starke formale Abgegrenztheit korrespondiert mit seiner Autonomie.

o.T. © Rodney van den Beemd

 

Black Dog © Rodney van den Beemd

 

Und während ein Hund in Bewegung begriffen ist und sich die flächig aufgetragene Tusche nach hinten zur Linie auflöst, steht der andere so kompakt und stabil, dass wir seinen Schatten sehen!

Rodney selbst meint, dass der Schatten nicht dem Hund entspricht und wie der Schatten eines Deutschen Schäferhundes aussieht. Von alleine wäre mir das nicht aufgefallen, aber wenn man genau hinsieht, merkt man, dass der Schatten die Ohren spitzt. Ob er horcht, was sein Schöpfer sagt?

o.T. © Rodney van den Beemd

o.T. © Rodney van den Beemd

 

Ich habe Rodney schon einmal vorgestellt, manchmal schickt er mir nun einen gezeichneten Gruß. Ich glaube ich habe ihn dazu angeregt vermehrt Hunde zu zeichnen. Über beides freue ich mich sehr!

 

alle Bilder © Rodney van den Beemd

 

Malerei, Zeichnung
13. April 2019 - 8:47

Anne Arnold (*1925, Massachusetts/USA) fand eine einzigartige, von modernen und modernistischen Strömungen unabhängige Position in der amerikanischen Skulptur. Sie arbeitete von den 1950er bis 1980er Jahren, also zu einer Zeit als Abstrakter Expressionismus, Minimalismus, Pop Art bestimmend und vorherrschend waren. Obwohl ihre ersten Arbeiten von Konstruktivismus und De Stijl beeinflusst waren, wendet sie sich dann eher volkstümlichen und "primitiven" Traditionen zu, die sie aktualisierte und verjüngte.

 

Dog, 50er Jahre © Anne Arnold
Bild von der Galerie Beth Urdang

 

Dabei hat ihr Werk nichts Manieriertes oder Sentimentales, es ist vielmehr Ausdruck einer Unabhängigkeit, die sich aus einem ausgeprägten Verständnis für die Ressourcen moderner und traditioneller Kunst speist.

Die orange bemalte Katze von 1956 liegt auf dem Rücken. Obwohl sie nahezu ausschließlich aus (Pinien-)Holzquadern besteht, wirkt sie durchaus lebendig, so als würde sie sich gerade strecken.

 

Orange Cat, 1956 © Anne Arnold, Foto James Dee

 

Über drei Jahrzehnte sind (neben Menschen) Katzen, Schweine, Pferde, aber natürlich auch Hunde ihre bevorzugten Motive. Nicht nur mit handwerklicher Meisterschaft, auch mit künstlerischer Sensibilität arbeitet sie die individuelle Persönlichkeit, den schwer erfassbaren belebenden Geist, das Besondere der Tiere heraus. Oft sind sie raffiniert, gewitzt, schrullig und humorvoll dargestellt - immer erscheinen sie intelligent und präsent.

Kommt Ihnen dieser verhangene "Blick" nicht auch bekannt vor? Denken Sie nicht sofort an den Skye-Terrier Sunny, den Alex Katz so oft gemalt hat?
 

Sunny, Skye Terrier, Detail, 1978 © Anne Arnold, Foto James Dee

 

Das Bild zeigt Sunny im hohen Gras sitzend, als wäre er noch kurz zuvor abenteuerlustig durchgestürmt. Erschöpft hängt nun seine rosa Zunge heraus.

 

Sunny Nr. 4, 1971 © Alex Katz

 

Die Keramik-Skulptur stellt tatsächlich Sunny dar, mit dem die Familie Katz in den 1970er Jahren gelebt hat. Akribisch hat Anne Arnold seine überlappenden langen Haarschichten nachempfunden. Obwohl seine Augen unter den Haarsträhnen verborgen sind, scheint er uns nicht nur zu beobachten, sondern auch anzulächeln. Sein muskulöser Körper ruht auf kurzen Beinen.

 

Sunny, Skye Terrier, 1978 © Anne Arnold, Foto James Dee

Willow, Afghane, 1978 © Anne Arnold, Foto James Dee

Willow, Afghane, Detail, 1978 © Anne Arnold, Foto James Dee

Gretchen, Dachshund, 1978, © Anne Arnold, Foto James Dee

 

Ein bemalter Keramikdackel sitzt fest und stabil auf seinen Hinterbeinen, der Schwanz liegt stabilisierend auf dem Boden. Gretchen scheint all ihre Körperspannung für diese schwierige Position zu brauchen, sodass die Vorderbeine schlapp nach unten hängen. Der Kopf mit den bittenden Augen ist nach oben geneigt, die langen Ohren zeigen nach unten. Gretchen möchte Aufmerksamkeit, sie möchte in unsere menschliche Welt eindringen. Dafür setzt sie ihren herzerweichendsten Blick ein. Was für eine unwiderstehliche Hunde-Persönlichkeit!

 

Grip, Bullterrier, 1978 © Anne Arnold, Foto James De

 

Auch Grip, der Bullterrier, will unsere Aufmerksamkeit, er posiert mit gespitzten Ohren, aufrechtem Schwanz und gespanntem Körper, bereit auf die Interaktion mit uns!

 

Monte II, 1988 © Anne Arnold, Foto James Dee

Monte II, Detail, 1988 © Anne Arnold, Foto James Dee

 

Die Körpersprache der Hundeskulpturen ist unverkennbar. Sie scheinen mit dem Betrachter, als Stellvertreter für den menschlichen Partner, eine Beziehung eingehen zu wollen. Anne Arnold zeigt diesen Wunsch nach Aufmerksamkeit, zeigt das Bedürfnis nach Kommunikation - über die Spezies hinweg. Ihre Tiere sind mit einer unvergleichlichen Beredsamkeit ausgestattet, von einer Dringlichkeit besessen, die unsere Aufmerksamkeit verlangt.

Es macht uns menschlich, diesen grundlegenden Wunsch nach Aufmerksamkeit nicht nur anzuerkennen, sondern darin auch das komplexe Potenzial der Tiere zu sehen, Beziehungen zu uns eingehen zu können. In diesem Sinn geht Anne Arnold in ihrem Werk über ästhetische Fragen hinaus, es fordert uns ethisch heraus: Wie gehen wir mit denen um, deren Wohlergehen in unseren Händen liegt?

Anne Arnold verwendet unterschiedlichste Materialien, um ihre lebensgroßen, ja manchmal über-lebensgroßen Tierskulpturen herzustellen. Dabei geht es ihr nicht darum, mit einem speziellen Material oder Herstellungsverfahren wiedererkannt zu werden und jedes Motiv diesem unterzuordnen; sie geht vielmehr vom Tier aus: Welches Material passt speziell zu ihm. Material und Verfahren, die sie wählt, scheinen unausweichlich zu sein.

Können sie sich den traurigen Setterkopf von Lady anders als in bemalter Terrakotta vorstellen?

 

Lady, Englischer Setter, 1978 © Anne Arnold, Foto James Dee

Eliza I, 1968 © Anne Arnold, Foto James Dee

 

Auch in Arnolds Bleistiftzeichnungen zeigt sich ihr Einfühlungsvermögen in die Hundepersönlichkeiten. Während Willows Gesicht detailreich und akribisch ausgeführt wird, um sein nachdenkliches und melancholisches Wesen darzustellen, ist der Strich bei "Dog" expressiv, ja nahezu exzentrisch.

 

Untitled (Willow), 1980 © Anne Arnold, Foto James Dee

Untitled (Willow), 1980 © Anne Arnold, Foto James Dee

Dog, 1980 © Anne Arnold, Foto James Dee

Anne Arnold in ihrem New Yorker Atelier, um 1971 © Alexandre Gallery

 

Die Bilder zum Blogbeitrag stammen von der Homepage der Galerie Alexandre. Dort finden Sie auch biografische Daten zur Künstlerin, die 2014 mit 89 Jahren in New York gestorben ist. Weiters finden Sie eine ausführliche Zusammenstellung von Presse-Berichten. Grundlage für meinen Beitrag bildete vor allem der Essay "Groundbreaker" von John Yau.

 

Skulptur, Zeichnung
10. November 2018 - 10:55

Molecule © Ryan Mrozowski

 

Ein neugierig (an)gespannter Gesichtsausdruck umgibt den Hundekopf. "Was passiert hier?", scheint er zu fragen und mit gespitzten Ohren auf Antwort zu warten. Der skulpturale, fast wie aus Holz geschnitzte Kopf schwebt zusammenhanglos über einem Körper, der von links ins Bild kommt. Der Hals fehlt. Der malerische Schnitt ist sauber ausgeführt, hier tropft kein Blut/keine rote Farbe. Trotzdem beunruhigt das absurde Bild. Zweifellos: Hier wurde einem Hund Gewalt angetan.

Welche Absicht verfolgt Ryan Mrozowski mit diesem und ähnlich irritierenden Bildern? Sicher möchte er unsere Erwartungen durchkreuzen, unsere Vorstellung davon, wie Stillleben, Pflanzen, Tiere auszusehen haben. Durch das Entfernen eines Teiles (des Halses) löst er den inneren und äußeren Zusammenhang (des Hundes), erschwert die Lesbarkeit.

Dabei beobachtet Mrozowski sein Motiv mit einer spielerischen und satirischen Distanz - auch erkennbar am Werktitel: "Molecule". Es liegt wohl im Auge des Betrachters, ob er bestürzt, verunsichert oder bloß erheitert darauf reagiert.

 

Dog, 2012 © Ryan Mrozowski

Dog, 2012 © Ryan Mrozowski

 

Sehen Sie einen gekritzelten Hund, der aus drei übereinander gestapelten Hunden zusammengesetzt ist, oder viele Hunde, die einen Metahund bilden? Und ist das überhaupt ein Unterschied in der Wahrnehmung? Auch bei dieser Zeichnung spielt Mrozowski mit der Lesbarkeit von Bildern.

 

Stacked Dog, 2016 © Ryan Mrozowski

 

Bei seinen neuen Arbeiten untersucht Ryan Mrozowski Serialität und Wiederholung in der Natur anhand der in seinen Bildern verwendeten Kompositionsstrategien. Er konstruiert Bilder, indem er das alltägliche Bildmaterial (Orangen, Tupfen, Vögel, Blumen...) in endlosen Variationen wiederholt und durch eine Reihe hergestellter Interventionen in geheimnisvolles verwandelt. Dabei wendet er die Sprache digitaler Werkzeuge (Ausschneiden, Einfügen, Zuschneiden...) auf den analogen Prozess des Malens an.

Zur Zeit sind seine Arbeiten in der Galerie Simon Lee in London zu sehen.

Ryan Mrozowski (*1981 in Pennsylvania) lebt und arbeitet in Brooklyn/New York. Neben seiner Homepage bieten auch seine Instagram-Seite und Instazu-Seite einen guten Einblick in sein Werk.

alle Bilder © Ryan Mrozowski

 

Malerei, Zeichnung
5. November 2018 - 8:42

The fourth level © Olga Gal

 

Die Barthaare dieser beiden verschmitzten Terrier wachsen und wachsen ...

 

Whiskers nest © Olga Gal

 

... und schon wird das Nest einer sich - vor Lachen? - kugelnden Katze daraus! Mein Lieblingsbild von Olga Gal und seine Entstehungsgeschichte:

 

"When I start I never know what I'm going to do, I started  this piece with the two dogs and than all developed from there, ad a cat, than the whiskers and finally the nest was born, that  linked the three together. Is all about a game with the pencil and the brush everyday, nothing else." (zit. n. Olgas Blog)

 

Hunde, Rehe, Katzen, Hasen, Füchse, Vögel und Pferde gehören zu Olga Gals Repertoire. Wobei sie die Tiere nicht getrennt voneinander darstellt, sondern sie zumeist verschmilzt. Sie stellt dabei weniger oft hybride Wesen dar, als sie die Tiere vielmehr durch ein lineares Übereinander (und nicht durch Hintereinander/Staffelung) miteinander kombiniert.

Dieses lineare Verweben - ein stilistisches Markenzeichen der Künstlerin - gelingt unterschiedlich gut und formal überzeugend. Jedenfalls besitzt die Künstlerin einen sicheren, ausdrucksstarken und sensiblen Strich, aber auch malerischen Schwung und Großzügigkeit.

 

Match Patch 1 © Olga Gal

Match Patch 2 © Olga Gal

Dear Dog © Olga Gal

Eye of the eyes © Olga Gal

Belong to someone © Olga Gal

Eye Line © Olga Gal

 

Mir persönlich gefallen die malerischen Arbeiten (wie das "Barthaarnest" oder "BOOO!") am besten, da sie weit weniger als die linear dominierten Arbeiten anfällig dafür sind, zur Manier zu verkommen. Der dynamische Pinselstrich arbeitet sozusagen gegen die Verniedlichung an.

Auch Tiere unterliegen den Trends in der Kultur (so werden am Buchmarkt gerade Vögel von Insekten abgelöst), in der Illustration sind Rehe und Füchse schon lange Mode; Hunde und Katzen gehen immer.

Auf Olga Gals Homepage finden sie eine Fülle von Arbeiten, nach Tiergattungen geordnet. Die Illustrationen werden auch in konkreten Wohnsituationen gezeigt: Das finde ich sehr sympathisch: Die Arbeiten haben eine dekorative Funktion, wollen Freude bereiten, zum Schmunzeln bringen. Sie dürfen auch dazu stehen, dass sie nicht auf mehr verweisen!

 

BOOO! © Olga Gal

 

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Malerei, Zeichnung
30. Oktober 2018 - 9:36

Gassi-Gehen, 2008 © Eun-Joo Shin

 

Ein schier unerschöpfliches Thema für Künstller und Künstlerinnen ist die Beziehung des Menschen zu seinem Hund. Der südkoreanischen Künstlerin Eun-Joo Shin fielen die vielen Hundehalter auf, die die europäischen Straßen bevölkern und sie beschloss sich mit dem Phänomen des Gassi-Gehens auseinanderzusetzen. Eine Bildserie nach Fotografien entstand.

 

Gassi-Gehen, 2008 © Eun-Joo Shin

 

Mensch und Hund sind in typischen Bewegungen und Tätigkeiten dargestellt - der Hund zieht an der Leine, muss neben dem sitzenden Herrchen rasten, wartet während Gesprächen, heischt nach Aufmerksamkeit, wird getragen - in Situationen, die man von seinen eigenen Streifzügen mit Hund kennt. Die Beziehung zwischen Hund und Mensch wird in ihren sensiblen Arbeiten ebenso deutlich wie die Stimmung, in der das Flanieren statt findet.

 

Gassi-Gehen, 2008 © Eun-Joo Shin

 

Eun-Joo Shins Werke schauen auf den ersten Blick wie Aquarell-Malerei aus, die Künstlerin malt aber in Öl, wobei sie die Farbe in dünnen Schichten auf Malkarton oder Leinwand aufträgt. Auch die leeren weißen Flächen verstärken den fragmentarischen Eindruck der Aquarellmalerei. Nur durch zarte Liniengerüste wird eine perspektivische Verortung angedeutet, werden aus den weißen Flächen Räume. Durch den Wechsel von detaillierten, großzügig gemalten und leeren Stellen, erzeugt sie zusätzlich Spannung, vereint sie Elemente traditioneller ostasiatischer und westlicher Seh- und Malweisen.

 

Gassi-Gehen, 2008 © Eun-Joo Shin

 

Die zarte Farbgebung der Gemälde, Eun-Joo Shin konzentriert sich auf Grün-Blau- sowie Gelb-Braun-Töne, evoziert auch eine psychologische Tiefe der Porträtierten und scheint uns einen Blick in deren Innenleben zu gestatten, vermittelt Leichtigkeit und Spontaneität. Die Verläufe der verdünnten fließenden Farbe machen den Entstehungsprozess der Bilder nachvollziehbar.

 

Gassi-Gehen, 2008 © Eun-Joo Shin

Gassi-Gehen, 2008 © Eun-Joo Shin

 

Eun-Joo Shin (*1968) stammt aus Südkorea und lebt seit 1996 in Deutschland. Nach ihrem Studium in Seoul und einem Studium der Freien Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart lebt und arbeitet sie in Frankfurt am Main.

alle Bilder © Eun-Joo Shin

 

Ausstellung, Malerei, Zeichnung
8. Mai 2018 - 14:30

Doodle Dog © Rodney van den Beemd

 

Fragend und mit zurückgelegten Ohren schaut der kleine gekritzelte Hund nach oben. Vielleicht blickt er ja den Zeichner an und fragt ihn, wo sein viertes Bein hingekommen ist! Ein wunderbares Beispiel dafür, wie ausdrucksstark auch die kleinste Kritzelei sein kann!

Rodney van den Beemd beschäftigt sich vor allem mit der menschlichen Figur und dem Porträt, wobei es ihm besonders um das Einfangen von Stimmungen und Emotionen geht.

Doch nebenbei widmet er sich in kleinen Zeichnungen auch unseren vierbeinigen Freunden. So fertigt er kleine Tuschezeichnungen an, wobei er mit originellen Zeichenwerkzeugen wie Zweigen, Federn und Blättern arbeitet. Im Vergleich zu herkömmlichen Werkzeugen wie der Füll- oder Tuschefeder kann er dabei die Tintenströmung weit weniger kontrollieren, was zu einer großen Streuung der Strichstärke, aber auch zu einem gelegentlich Tintenklecks führen kann. Außerdem wirken die Darstellung der Bewegung, der Form und des Ausdrucks der Hunde der Serie "Inky Animals" dadurch viel expressiver.

 

L’homme et le chien © Rodney van den Beemd

Sunrise among friends © Rodney van den Beemd

 

Die kleine Tuschezeichnung "L’homme et le chien" fängt die Stimmung eines Gedichtes von Maurice Carême ein. Bei "Sunrise Among Friends" hat Rodney van den Beemd die Zeichnung digital um die farbige Form ergänzt. Wie fröhlich doch die Zeichnung durch das bloße Hinzufügen des Farbe-Schwarzweiß- und Linear-flächig-Kontrastes wird!
 

Nico - Year of the Dog © Rodney van den Beemd

Nico - Year of the Dog © Rodney van den Beemd

Skip © Rodney van den Beemd

Skip © Rodney van den Beemd

 

Oben hat der Künstler das Motiv seiner Tuschezeichnung wieder aufgenommen und mit Acryl-Farbresten experimentiert.

Rodney van den Beemd (1962 North Tonawanda/NY) ist Webdesigner, Illustrator und bildender Künstler. Er hat Wirtschaft, Philosophie und Kunstgeschichte studiert und erst danach eine frühe Leidenschaft, die Malerei, wieder aufgenommen. Er lebt in den Niederlanden.

Diese kleine und schnelle Kugelschreiberskizze ist nach einem Zeitungsfoto auf einem alten Briefkuvert entstanden. Mit diesem müden Hund möchte ich mich für heute verabschieden.

 

Dog-tired © Rodney van den Beemd

 

 

Auf Rodney van den Beemd wurde ich auf ignant.com aufmerksam.

alle Bilder © Rodney van den Beemd

 

Malerei, Zeichnung
20. März 2018 - 15:10

Die Zeichnungen des US-amerikanischen Künstlers Keith Haring (1958–1990) sind Ikonen der Popkultur und als Universalsprache weltweit bekannt. Heuer wäre der im Alter von 32 Jahren gestorbene Künstler 60 Jahre alt geworden. Dies nimmt die Albertina in Wien zum Anlass, sein Werk in einer umfassenden Ausstellung aus kunsthistorischer und formaler Hinsicht zu beleuchten.

Wie ein roter Faden, wie ein "Alphabet", zieht sich Harings einzigartige Zeichensprache durch sein Schaffen. Die Albertina analysiert diese Codes, Piktogramme und Ikonografien und strukturiert die Ausstellung nach wiederkehrenden Bildmotiven.

Obwohl der jung verstorbene Keith Haring ein umfangreiches Werk hinterließ, beschränkte er sich auf relativ wenige Bildzeichen, die er immer wieder neu anordnete. Neben den typischen Männchen kommen Babys, Fische, Mickey-Mäuse, Atompilze, Pyramiden, Uhren etc. vor.  Welche Bedeutung die Bild-Wörter haben, hängt vom Kontext ab.

Natürlich taucht in Harings Alphabet nicht nur der Hund auf, er ist neben dem krabbelnden Baby vielmehr ein Markenzeichen von Keith Haring und in all seinen unterschiedlichen Formen eines seiner am häufigsten verwendeten Bild-Wörter.

Ob das aufgerissene Maul der Hundesilhouette für Bellen, Beißen oder Hecheln steht, ergibt sich aus dem Zusammenhang. Ebenso, ob der Hund unseren treuen beschützenden Freund symbolisiert oder für eine reißende, attackierende Bestie, ob er für Gerechtigkeit oder Macht(missbrauch) steht.

Zusätzliche Verwendung fand der bellende Hund als Harings Tag, eine Art Signatur, die der Künstler gebrauchte, wenn er in der Subway oder im öffentlichen Raum zeichnete. Der Hund und das "Radiant Baby" gehörten zu den ersten Symbolen, die Haring in den Straßen von New York darstellte.

 

Keith Haring, Ohne Titel, 1980, Tinte auf Plakatkarton © The Keith Haring Founda

Keith Haring, Ohne Titel, 1980, Sprühemail, Tinte und Acryl auf Plakatkarton ©

 

Hunde springen durch das Loch im Bauch eines Mannes - angeblich inspiriert vom Mord an John Lennon.

 

Keith Haring , Ohne Titel, 1982, Gebranntes Email auf Stahl, Courtesy Larry Wals

 

Zuweilen nehmen die Hunde eine menschliche Form an, dann bringen die Mensch-Hund-Kombination die "negative" Seite eines gewalttätigen, bellenden Hundes zum Vorschein. und belästigen die menschlichen Charaktere.

 

Keith Haring, Ohne Titel, 1982, Email und Leuchtfarbe auf Metall © The Keith Har

 

Beim Mensch-Hund-Hybrid kann es sich aber auch um einen anubisartigen Hund handeln, mit dem sich Keith Haring auf die ägyptische Mythologie bezieht, in der Anubis als Wächter über die Totenriten und die Mumifizierung auch für das Abwiegen des Herzens beim Totengericht zuständig ist. Das Schicksal des Verstorbenen liegt also mit in seiner Hand, und es ist diese Macht, auf die Haring in dieser Arbeit anspielt.

Auf der großformatigen Zeichnung unten lässt der Künstler die Hunde tanzen. Dieser Tanz steht auch für Breakdance und künstlerische Performance.

 

Keith Haring, Ohne Titel, 1983, Leuchtfarbe und Lack auf Holz, Gerald Hartinger

 

Haring wollte eine Universalsprache erschaffen, die über soziale Grenzen hinweg verstehbar ist. Denn die Kunst sei nichts, wenn sie nicht alle und jeden erreiche, meinte Keith Haring. Er wollte nicht nur zwischen den Menschen, sondern auch zwischen Hoch- und Massenkultur vermitteln. Seine von Comics und ägyptischen Hieroglyphen inspirierten Arbeiten setzten sich kritisch mit Kapitalismus und Konsumgesellschaft auseinander.

Die Ausstellung "The Alphabet" ist noch bis zum 24. Juni 2018 in der Albertina Wien zu sehen.

 

alle Bilder © The Keith Haring Foundation

 

Ausstellung, Malerei, Zeichnung
25. Oktober 2017 - 8:22

Sicher stimmen Sie mit mir überein, dass wir unten nicht die Darstellung eines Huskys in seinem Habitat vor uns haben, sondern ein Bild des konkreten Hundes "Lushka". In dem Gemälde von Alice Neel aus dem Jahr 1974 ist der Hund eindeutig Gegenstand dessen, was wir unter der Gattung Porträt verstehen. Wie auch in vielen Porträts von Menschen präsentiert die Künstlerin den Hund in einer frontalen Position, den Blick direkt auf den Betrachter, die Betrachterin gerichtet.

 

Alice Neel, Lushka, 1974, Courtesy the Artist’s Estate and Victoria Miro, London
Alice Neel, Lushka, 1974, Courtesy the Artist’s Estate and Victoria Miro,
London © The Estate of Alice Neel

 

Die Künstlerin, die sich selbst als "Painter of people" bezeichnet, widmet der Darstellung der Tiere die gleiche Aufmerksamkeit wie der malerischen Beschreibung der Menschen, sie sind ebenso individuell und bedeutsam.

Alice Neel (1900-1984) ist eine der bedeutendsten amerikanischen Porträtistinnen des zwanzigsten Jahrhunderts, ihr Werk wird als intim, unaufgeregt, zwanglos, persönlich und direkt beschrieben. Sie beobachtet nicht nur die Menschen sehr genau, sondern auch die mit ihnen lebenden Tiere. Hunde und Katzen waren ein Teil ihres häuslichen Lebens. Vom Beginn ihrer Karriere in den 1930er Jahren bis zu ihrem Tod 1984 finden sich immer wieder Doppelporträts (Mensch mit Hund oder Katze) oder Einzelporträts von Tieren. Sie erfasst sowohl den menschlichen als auch den tierlichen Charakter und bringt die Einzigartigkeit der Lebewesen anhand ihrer individuell typischen Blicke, Gesten, Haltungen zum Ausdruck. Sie scheint allerdings mehr Katzen gemalt zu haben, ich habe lediglich ein paar Werke mit Hunden gefunden.

 

Alice Neel. Carol with a Dog, 1962, Courtesy the Artist’s Estate and Victoria Mi
Alice Neel. Carol with a Dog, 1962, Courtesy the Artist’s Estate and Victoria Miro,
London © The Estate of Alice Neel

 

Nur durch eine kleine Geste vermittelt Alice Neel die Bindung zwischen Mensch und Tier: Carol berührt den Hund am Nacken. Ihr blondes Haar, die helle Haut und das hellgrüne Kleid kontrastieren mit dem schwarzen Fell und den tiefroten Augen des Pudels an ihrer Seite.

 

Alice Neel, Richard with Dog, 1954
Alice Neel, Richard with Dog, 1954

 

Richard hat in diesem Doppelporträt den gleichen erstaunt-fragenden Blick wie sein Hund.

"Nadya and the Wolf" hat eine rätselhafte Qualität, beide scheinen Teil einer mehrdeutigen mythologischen oder metaphorischen Szene zu sein. In diesem Frühwerk zeigt sich die Verbindung zum Expressionismus nordischer Prägung.

 

Alice Neel, Nadya and the Wolf, 1931, Courtesy the Artist’s Estate and Victoria
Alice Neel, Nadya and the Wolf, 1931, Courtesy the Artist’s Estate and Victoria Miro,
London © The Estate of Alice Neel

Alice Neel. King Asleep, 1954, Courtesy the Artist’s Estate and Victoria Miro, L
Alice Neel. King Asleep, 1954, Courtesy the Artist’s Estate and Victoria Miro,
London © The Estate of Alice Neel

 

In den Deichtorhallen Hamburg ist nun erstmals in Deutschland ein Überblick über das Schaffen dieser Ausnahmekünstlerin zu sehen, die erst in den 1970er Jahren späte Anerkennung erfuhr. Unbeeinflusst vom abstraktem Expressionismus blieb sie ihrem realistischen Stil treu, der als rückwärtsgewandt kritisiert wurde. Es gelang ihr mit ihrem ausdrucksstarken, einfühlsamen und psychologisch akkuratem Werk zum Wesenskern der Menschen vorzudringen. Ihre kraftvollen Bilder inspirierten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler wie Chuck Close, Marlene Dumas, Alex Katz und Elizabeth Peyton.

Alice Neels Hauptwerk entstand in ihrer New Yorker Nachbarschaft, in Greenwich Village, Spanish Harlem und schließlich an der Upper West Side, wo sie zahlreiche Mitglieder der Kulturszene New Yorks gemalt hatte, unter anderem Andy Warhol, der dieses Bildnis als das beste von ihm je geschaffene bezeichnete. Darüber hinaus porträtierte sie Familienmitglieder, Freunde, Nachbarn oder zufällige Bekanntschaften. Neels Aufmerksamkeit galt aber gleichermaßen den Unterprivilegierten, den Armen und Diskriminierten. Sie führte ein äußerst bewegtes Leben als alleinerziehende Mutter und Mitglied der New Yorker Künstlerszene; sie engagierte sich Zeit ihres Lebens politisch, sympathisierte mit dem Kommunismus und wurde zum Symbol der Frauenrechtsbewegung.

 

Quellen: Homepage der Künstlerin, Wikipedia, Deichtorhallen Hamburg, Victoria Miro Gallery

 

Ausstellung, Malerei, Zeichnung
19. Oktober 2017 - 8:29

Ein Hundeporträt: Frontal und aggressiv blickt uns der Hund an. Schwarz-Weiß-Grau tritt der Kopf aus dem flächigen, diagonal geteilten schwarz-weißen Hintergrund heraus.

 

Moritz Stumm, Khaver, 2012, Courtesy BaumgartenBrandt, Berlin, Repro, Studio St
Moritz Stumm, Khaver, 2012, Tusche auf Papier, 130 x 130 cm

 

Auf den ersten Blick sieht das Porträt wie eine Fotografie aus, es ist aber eine Zeichnung mit schwarzer Tusche, die der Künstler Moritz Stumm flächig wie bei einem Aquarell aufträgt.

Da wir nur den Kopf des Tieres sehen und keinen Kontext kennen, wissen wir nichts über den Grund der Aggression. Bedroht uns der Hund oder reagiert er auf eine Bedrohung? Gänzlich aus einem inhaltlichen Zusammenhang gerissen, bleibt die Aussage offen, wird die gewaltvolle Körperhaltung zur Geste und Attitüde, zum bloßen Zeichen des Bösen.

Das Bild trägt den Titel "Khaver". Da mir dieses Wort unbekannt war, habe ich ein bisschen gegoogelt und bin auf das jüdische Wort khaver (chaver, haver) gestoßen, das mit "Freund" oder "Kamerad" übersetzt wird. Vielleicht ist auch der Bildtitel ein zusätzlicher Hinweis darauf, dass uns Moritz Stumm -  wie auch in seinen anderen Tuschezeichnungen - dazu einlädt, unsere Sehgewohnheiten und Kategorisierungen zu hinterfragen.

Mit dieser Absicht passt er jedenfalls gut in die Ausstellung "Neue Schwarze Romantik", in der dieses Werk zur Zeit zu sehen ist. Denn dort treiben die Künstler und Künstlerinnen möglicherweise mit den Ängsten und Fantasien ihres Publikums spielend

 

mit ihren Werken ein listiges Spiel mit der Wahrnehmung. Ganz bewusst erwecken die Bilder, Objekte und Videos den Anschein dunkler Geheimnisse, indem sie Realität und Surrealität vermischen. Dadurch wird ein Klima der Verunsicherung, des Zweifels und des Ungefähren erzeugt.

 

Die 34 ausgewählten Künstlerinnen und Künstler aus Europa und den USA sprechen verschiedenste dunkle Themen an.

 

Die Gewöhnlichkeit des Bösen. Die kriminelle und zugleich distinguierte Art der Macht. Die glatten Oberflächen der Begierden. Die finster in den Untergrund gebetteten Geschäfte und amoralischen Netzwerke. (vgl. Stadtgalerie Kiel)

 

Moritz Stumm (* 1981 in Marburg/D) bekam bereits als Musikvideoregisseur internationale Anerkennung, bevor er Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin studierte. Er setzt er sich multimedial mit Video, Skulptur und Installation auseinander, arbeitet auch weiterhin als VJ und betreibt das Label Flippig the Coin, das musikalische Arbeiten Bildender Künstler veröffentlicht. Moritz Stumm lebt und arbeitet seit 2003 in Berlin.

Die Ausstellung "Neue Schwarze Romantik" wird in der Stadtgalerie Kiel noch bis zum 31. Oktober 2017 gezeigt. Sie ist eine Kooperation mit dem Künstlerhaus Bethanien (Berlin) und seinem Geschäftsführer & Kurator Christoph Tannert.

 

Ausstellung, Zeichnung