Grafik

25. Dezember 2012 - 9:50

© Kate Pugsley

 

Ich liebe das Bild dieses alten Labradors, der die Augenbrauen leicht zusammenzieht und ungläubig und fragend dem entgegen sieht, was auf ihn zuzukommen scheint. Wird ihn etwas aus der Ruhe bringen? Ein Anflug von "Gewitterwolke" braut sich schon über ihm zusammen. Diese wolkenförmige, aus kurzen Pinselstrichen zusammengesetzte Formation ist es auch, die uns Betrachtern zeigt, dass es sich hier nicht um ein gewöhnliches, mehr oder weniger gelungenes naturalistisches Porträt eines Hundes handelt, sondern dass Humor und Intellekt in dieses kleine Gemälde verwoben sind und ein Kleinod daraus machen - ganz sophisticated.

Gleiches gilt natürlich für die Denkerblase des Mops.

 

© Kate Pugsley

© Kate Pugsley

© Kate Pugsley

© Kate Pugsley

© Kate Pugsley

© Kate Pugsley

© Kate Pugsley

© Kate Pugsley

 

Kate Pugsley heißt die Malerin und Illustratorin, die diese Hundeporträts anfertigt. Sie sind wie menschliche Bildnisse inszeniert - wir sehen meist nur Brustbilder - der eindeutig tierische Körper wird ausgespart. Sanfte gedämpfte Farben und Hintergründe, kleine Formate: Die Bilder geben nicht vor, mehr zu sein als sie sind, berührend und liebevoll umgesetzte Hundeporträts, Gesichter, die beredt schweigen.

 

© Kate Pugsley

© Kate Pugsley

 

Kate Pugsley studierte Illustration und Bildende Kunst an der Rhode Island School of Design. Sie lebt und arbeitet in Chicago.

 

Grafik, Malerei, Zeichnung
14. Dezember 2012 - 10:02

Amber Sena, Her Majesty, 2012

Amber Sena, Her Majesty, Detail 3, 2012

Amber Sena, Her Majesty, Detail 2, 2012

Amber Sena, Her Majesty, Detail 1, 2012

 

Ich habe meist eine ungefähre Vorstellung davon, wie es mit den nächsten zehn, fünfzehn Blogbeiträgen weitergehen soll, doch manchmal entdecke ich zufällig eine Künstlerin, die ich sofort "bearbeiten" muss, weil sie mir so gut gefällt, dass ich nicht warten kann und ich Ihnen meine Entdeckung sofort zeigen muss. Amber Sena ist so ein Fall.

Anscheinend ist sie ganz begeistert von Französischen Bulldoggen, die Serie "Her Majesty" zeigt diesen Hund sowohl als Ganzes als auch in all seinen anbetungswürdigen Körperteilen: ganz entzückend die Pfoten, spektakulär vergrößert die Schnauze.

 

Amber Sena, Stinger, 2012

Amber Sena, Beehive, 2012

Amber Sena, Blessings, 2012

Amber Sena, The Order Of Things, 2012

Amber Sena, Luxury Of Adornment, 2012

Amber Sena, Chosen, 2012

Amber Sena, Grandeur, 2012

Amber Sena, Scent Of Indulgence, 2012

 

Man glaubt es kaum, aber was das Zeichnen von Hunden angeht, ist Amber eine "Spätberufene". Obwohl sie in New Mexico bei ihren Eltern mit ihrem Labrador Kaija lebte, zeichnet sie in New York ihren ersten Hund. Bis dahin zeichnete sie Kartzen!

Wenn man so meisterlich das Zeichnen mit Kohle und Pastellkreiden beherrscht, kann man sich sicher an jedes Motiv heranwagen. Amber Sena malt auch Insekten, speziell Käfer. Diese Arbeiten können Sie z.B. auf der Homepage der italienischen Galerie Accesso genießen.

Unten sehen Sie noch ein paar Beispiele verschiedener Hunderassen, typgerecht gestylt. Amber übernimmt auch Auftragsarbeiten. Amber Senas Homepage sollten Sie auf alle Fälle besuchen, nicht nur weil Sie noch mehr Arbeiten sehen und ein Artist´s Statement lesen können, sondern auch, weil die Homepage selbst sehr klassisch, elegant aufgebaut ist.

 

Amber Sena, Blush, 2011

Amber Sena, Brick, 2011

Amber Sena, Bugsy, 2011

Amber Sena, Brooklyn, 2011

Amber Sena, Canon of Canine Poster, 2011

 

2011 gewann Amber Sena den Wettbewerb für das Poster der 135. Westminster Kennel Club Dog Show. Auf dem Poster kommt zwar keine Fanzösische Bulldogge vor, dafür aber ein Pointer, das Maskottchen der Show. Weiters ist aus jeder Show-Kategorie eine Rasse vertreten. Letztendlich sehen Sie von oben links nach unten rechts einen Spitz, Mops, Komondor, Golden Retriever, Scottish Terrier, English Pointer, Irischen Wolfshund, Dackel, Tibet Terrier, Border Terrier, Australiian Shepard und Bloodhound.

Die Dreadlocks des Komondors zu zeichnen war lange nicht so herausfordernd wie das Fell des Border Terrier, erzählt Amber Sena hier. Doch auch wenn sie das Fell beherrscht, kommt es darauf an, dass die Schädelform darunter korrekt erfasst ist, ansonsten sieht der Hund nur lustig aus. Übrigens lebt kein einziger der gezeichneten Hunde - Amber hat aus vielen Vorlagen jeder Rasse ihre eigene Idealform erschaffen.

Amber Sena wurde 1980 in La Vegas/New Mexico geboren und hat dort und in New York Bildende Kunst studiert. Sie unterrichtet Anatomisches Zeichnen an der New Yorker Filmakademie und Zeichnen an der Kunstakademie. Amber lebt und arbeitet in Brooklyn.

In Deutschland wird Sie von der janinebeangallery vertreten, zu sehen sind ihre Werke auf der Art Karlsruhe vom 7. bis 10. März 2013.

alle Bilder © Amber Sena

 

Grafik, Zeichnung
2. Dezember 2012 - 19:40

Sehr stimmungsvolle Illustrationen - oft Collagen - stellt die kanadische Künstlerin Tara Hardy her. Hunde spielen in ihrer Arbeit eine große Rolle. Sie nehmen entweder nahezu das ganze Blatt ein oder schauen als kleine angeschnittene Randfiguren ins Geschehen hinein. Dazwischen ist natürlich auch alles möglich.

Durch Verwendung alter fotografischer Elemente sowie durch die Farbgebung (oft sanfte bis kalte Blautöne) im Hintergrund bekommen die Collagen einen Retrotouch. Trotzdem erscheinen sie nicht in den 50er Jahren eingefroren zu sein, sondern erhalten eine moderne, auch humorvolle Note. Was streng komponiert und geplant aussieht, ist intuitiv gestaltet. Die Collagen entwickeln beim Herstellungsprozess ein gewisses Eigenleben, sodass Tara Hardy am Beginn des kreativen Prozesses nicht weiß, wohin die künstlerische Reise geht (dazu die Künstlerin in einem Interview mit Artworks Amsterdam).

 

© Tara Hardy

© Tara Hardy

© Tara Hardy

Sam, Reader' s Digest © Tara Hardy

© Tara Hardy

© Tara Hardy

© Tara Hardy

© Tara Hardy

Holding on, Shambhala Sun © Tara Hardy

For the Dogs, The Globe and Mail © Tara Hardy

Staying In, The Globe and Mail © Tara Hardy

You Can Be Anything, The Globe and Mail © Tara Hardy

Alena, The Globe and Mail © Tara Hardy

New Orleans, Maisonneuve Magazine © Tara Hardy

 

Wirkt dieses Interieur nicht wie eine aufgeräumte Version von Richard Hamiltons "Pop"?

 

Time Off, The Globe and Mail © Tara Hardy

Alone for the New Year, The Globe and Mail © Tara Hardy

Can I Be Happy If They Are Not?, The Globe and Mail © Tara Hardy

Children and Happiness, The Globe and Mail  © Tara Hardy

Diversion, The Globe and Mail © Tara Hardy

Loss and Lifting, The Globe and Mail © Tara Hardy

Spring Cleaning, The Globe and Mail © Tom Hardy

In the Vineyard, Enroute Magazine © Tara Hardy

Happiness and how it Appears, The Globe and Mail © Tara Hardy

© Tara Hardy

 

Die Kanadierin Tara Hardy studierte bildende Kunst, Illustration und Grafik und gewann zahlreiche Preise. Hauptsächlich widmet sie sich der Collage, sie zeichnet und malt aber auch oder fertigt ihre Illustrationen in Mischtechnik an. Seit vielen Jahren arbeitet sie für die Magazine "The Globe and Mail" und "The New Yorker". Mit ihrer Coca-Cola-Kampagne - in über 100 Ländern gezeigt - wurde sie weltweit wahrgenommen.

 

 

The Coke Side Of Life © Tara Hardy

 

© Tara Hardy

Run and get away © Tara Hardy

 

Neben Illustrationen für den kommerziellen Bereich und freieren Arbeiten widmet sie sich auch der grafischen Umsetzung von Umweltschutz- und Tierschutzthemen. Die Welt stehe an einem Wendepunkt, meint Tara Hardy, der Einsatz für die Umwelt sei erforderlicher denn je (Interview mit Artworks Amsterdam).

 

Save the Whales © Tara Hardy

The Last Day © Tara Hardy

 

alle Arbeiten © Tara Hardy

 

Collage, Grafik, Zeichnung
29. November 2012 - 9:37

Vor einer Woche hat Moira von Dog Art Today die wunderbare Arbeit "Travelers" von Tatsuro Kiuchi vorgestellt, die meine sentimentale Seite angesprochen hat. Von Moira angeregt, möchte ich Ihnen "A Dog's Grace" zeigen. In sehnsuchtsvoller Manier blickt der Terrier zum Fenster hin. Welchen Gedanken er wohl nachhängt, wohin ihn seine Träume führen?

 

A Dog's Grace © Tatsuro Kiuchi
A Dog's Grace © Tatsuro Kiuchi

 

Die Arbeit ist von Edward Hopper inspiriert, Kiuchi hat sie für New York Times Townies angefertigt. Vielleicht war es ja eines der unteren Bilder von Hopper, die ihm besonders gefallen haben.

 

Sun In An Empty Room © Edward Hopper

Rooms by The Sea © Edward Hopper

 

Tatsuro Kiuchi wurde in Tokio geboren und studierte dort an der International Christian University Biologie. Er übersiedelte nach Amerika, besuchte das Art Center College of Design in Pasadena, Kalifornien und begann seine künstlerische Laufbahn. Er illustriert sowohl in Japan als auch in den USA Kinderbücher. Bald wird er mit Buchcovern und anderen Illustratonen sehr bekannt und beliebt, sodass er Aufträge von großen Unternehmen wie Royal Mail, Starbucks, Toyota und anderen bekommt.

Tatsuro Kiuchi schreibt auch einen Blog, auf dem Sie seine Arbeit verfolgen können. Es tauchen immer wieder Hunde auf. Eine schöne Auswahl seiner Hundearbeiten finden sie auch auf Animalarium. Einen Einblick in sein Studio sowie ein kurzes Interview gewinnen Sie auf dem Blog From The Desk Of.

Die Arbeit unten muss ich einfach noch zeigen: Kann man mehr mit weniger ausdrücken? Großartige Kunst! How could you?

 

How could you? © Tatsuro Kiuchi

 

Tatsuro Kiuchis Homepage

 

Grafik
8. November 2012 - 14:00

Bis zum 11. November 2012 können Sie noch die Ausstellung "Entrecôte - Karambolage Massentierhaltung" im Palais Kabelwerk in Wien sehen, die auf eine Initiative von Monika Iatrou zurückgeht und KünstlerInnen versammelt, die sich bildnerisch dem Themenbereich Massentierhaltung nähern.

 

Plakat Entrecôte - Karambolage Massentierhaltung

 

"Diese Form der 'Lebensmittelproduktion' halte ich für Mensch und Tier inakzeptabel. Als Künstlerin sehe ich mich verpflichtet und es mir ein besonderes Anliegen, Massentierhaltung in der Öffentlichkeit zu thematisieren. Kunst ist hiefür besonders gut geeignet und ich engagiere mich daher sehr, diese Ausstellung möglich zu machen", sagt Monika Iatrou. Leider musste sie feststellen, dass das Thema auch bei den KünstlerInnen nicht sehr beliebt ist und es weniger Einreichungen als erwartet auf ihren Call for Artists gab.

Mich wundert das allerdings nicht: Fleisch-essende KünstlerInnen verschließen die Augen vor der Realität der Produktion ihrer Nahrung um nichts weniger als andere. Vegetarische oder vegane KünstlerInnen sind rar. Dazu kommt, dass die traditionellen abbildenden Techniken meines Erachtens nur wenig geeignet sind, die Massenvernichtung an Lebewesen künstlerisch umzusetzen.

Gottfried Renz-Fidéo zum Beispiel will mit seinen digitalen Bildern die räumlich/zeitliche Trennung von Produktion und Konsum im Rezipienten aufheben, um zu bewirken, dass die eine oder der andere beim nächsten Einkauf wie er in die Gemüseabteilung steuert. (Kunstnews)
 

Gottffried Renz

Gottffried Renz

 

Eine Arbeit, die mir besonders gut gefällt, ist von Helena Maria Christina Möstl aka Elle Fee, da sie den Milchkonsum betrifft, der bei uns noch immer als gesund gilt. Der physische Schmerz und das psychische Leide der Hochleistungsmilchkühe wird dabei kaum wahrgenommen. Die Arbeit regt außerdem dazu an, sich über die Zusammenhänge zwischen Milch- und Fleischproduktion zu informieren (die Milchproduktion bedingt das Kalbfleisch!)

 

© Elle Fee

© Elle Fee

 

Elle Fee setzt sich mit Veganismus und der Kuhmilch als Muttermilch auseinander, nicht zuletzt deshalb, weil sie selbst vegan lebt und bis vor kurzem stillende Mutter war. (Kunstnews)

 

© Regina Merta

 

Regina Merta wirft oben fahles Licht in enge Ställe.

 

© Ellen Semen

 

Auf diesem "Sau-Haufen" von Ellen Semen türmen sich mindestens 41 Schweine platzparend auf 5,22 qm Leinwand übereinander. Eine beengte Situation. Aber auch ein klares Statement gegen Massentierhaltung? (Kunstnews)

Welchen Zugang andere teilnehmende KünstlerInnen zum Thema haben können Sie im Blog Kunstnews der Organisatorin Monika Iatrou nachlesen.

Bis 11. November 2012 ist die Ausstellung von 15.00 bis 19.00 Uhr im Palais Kabelwerk, Gertrude-Wondrack-Platz, 1120 Wien zu sehen.

 

21. Oktober 2012 - 16:00

Four and Sons

 

Ganz sicher habe ich das australische Online-Magazin Four & Sons schon mehrmals als Inspirationsquelle für meinen Blog erwähnt, beschäftigt es sich doch mit Hunden, mit Kultur und allen Überschneidungsmengen, die sich daraus ergeben: Hund und Mode, Hund und Design, Hund und HundehalterInnen, Hund und Reisen, Hund und Lebensstil, aber natürlich auch Hund und Kunst. Alle Beteiligten sind HundenärrInnen, HundeliebhaberInnen, die mit viel Engagement die Kreativen aufspüren, die sich mit unserem besten Freund und seiner Beziehung zu uns beschäftigen.

Nun gibt es den Plan zum einjährigen Geburtstag des Magazins eine Printausgabe mit den vorgestellten KünstlerInnen der letzten zwölf Monate herauszugeben - und mit neuen, frischen, überraschenden Inhalten. Ich gehöre zu den Menschen, die an Druckerzeugnissen riechen, den Duft einsaugen. Noch vor dem Befühlen des Papiers und dem Aufschlagen ist das der erste Genuss. (Erinnert sich noch jemand - meine älteren LeserInnen - an die hektografierten Matritzen der Schulzeit, die mit Hilfe von Spiritus vervielfältigt wurdent? Wikipedia spricht in diesem Zusammenhang von charakteristischem penetranten Ethanolgeruch - die Schweizer sagten Schnapsmatritzen dazu!). Kein Online-Magazin kann ein gedrucktes Produkt ersetzen!

Four & Son sucht nun Unterstützer, die das Projekt (Finanzierung von Druck und Vertrieb) ermöglichen. Ab einem Dollar ist man als Unterstützer dabei, und der wird auch nur dann abgebucht, wenn das Projekt genügend Spender zur Realisierung findet. Ab 10 Dollar bekommt man die Print-Ausgabe. Vielleicht haben Sie Lust, Sie können noch bis zum 30.Oktober 2012 mitmachen. Insgesamt werden 1500 Dollar benötigt.

 

 

Ich spendete auch einen kleinen Betrag - meine Motivation war - siehe oben - aber eigentlich das kleine quadratische Fensterchen im Widget, aus dem Rocco hervorguckt. Ich liebe dieses Foto, zeigt es meinen ehemals armen räudigen Rocco so gesund und stark!

http://fourandsons.com/, zur Pozible-Kampagne

 

Buch, Fotografie, Grafik, Malerei, Skulptur
7. Oktober 2012 - 23:10

Heute möchte ich mich besonders bei allen LeserInnen des Blogs bedanken, die mir Empfehlungen und Anregungen für Blogbeiträge geben. Anne Jurrack hat mir das unvergleichbar herzerwärmende und zugleich traurige "Morran Book Project" vorgeschlagen. Die Illustratorin Camilla Engman hat ein Buch veröffentlicht, das 236 Illustrationen versammelt, die ihre - während des Projekts verstorbene - Hündin Morran darstellen. KünstlerInnen aus aller Welt haben sich daran beteiligt, ihr ein Denkmal zu setzen. Moira von Dog Art Today hatte darüber berichtet (und hier auch über die innige Beziehung zwischen Camilla und Morran).

Ich trauere mit allen, deren Hunde sterben - auch wenn ich sie nicht kenne. Meine Tränen gelten dann auch Lucy und Rocco. Mit Lucy verbrachte ich die glücklichste Zeit meines Lebens - für immer ist sie in meiner Herzkammer verschlossen, Rocco ist inzwischen ein Hunde-Methusalem und ich nehme den kommenden Schmerz seines Todes vorweg. 

 

Rocco liest in Morran © Petra Hartl

 

Damals ging mir Morrans Tod zu nahe, um ihn mit Ihnen zu teilen. Nun hole ich es gerne nach. Auch vom emotionalen Gehalt abgesehen, kenne ich kein vergleichbares Buchprojekt. Ein Hund auf hunderterlei Arten umgesetzt - ein schöner Überblick über zeitgenössische Illustration - und es kommen noch immer neue dazu, die nicht mehr Eingang ins Buch, aber in Studio Morrans Blog finden.

 

Rocco liest in Morran © Petra Hartl

Molly Costello
Molly Costello

Sarah Mazzetti
Sarah Mazzetti

Patrice Aarts
Patrice Aarts

Megan Howe
Megan Howe

Mattias Adalfsson
Mattias Adalfsson

Suana Verelst
Suana Verelst

Mikaela Elf
Mikaela Elf

Kirsten Voortman
Kirsten Voortman

Margaret Reneke
Margaret Reneke

Kathleen Furey
Kathleen Furey

Rocco las in Morran © Petra Hartl

 

Habe ich Ihnen schon gesagt, wie schwierig es ist Hunde zu fotografieren? Siehe oben!

Zurück zum Anfang: Der Tipp kam von Anke Jurrack. Sie ist Expertin in Sachen Tierfotos. Meine ganz kleine Auswahl: Einfach gute Hundefotografie!

 

15 © Anke Jurrack

19 © Anke Jurrack

Mir gefallen die Doppelporträts besonders gut ...

Nelson und Lotta © Anke Jurrack

Pootch und Nupito © Anke Jurrack

Portrait im Nebel © Anke Jurrack

Winter 2011 © Anke Jurrack

Jumping © Anke Jurrack

... und erst die Jungs:

Die Jungs © Anke Jurrack

In dieser Gesellschaft erstrahlt auch der Terrier in Würde!

 

28. September 2012 - 9:10

Rachel Howard, Big Issue, Cover, 2008
Rachel Howard, Big Issue, Cover, 2008, Foto © ingmark01

 

Immer wieder bin ich bei der 1969 geborenen britischen Künstlerin auf den Begriff household paint gestoßen. Mangelnde Englischkenntnisse und unbrauchbare Übersetzungsprogramme sind mit Grund dafür, dass ich nicht weiß, womit die Künstlerin malt. Am ehesten dürfte es sich um eine Art Lack handeln, wobei sich Farbpigmente und Lack in der Dose trennen lassen und separat auf das Bild aufgebracht werden. Vielleicht können Sie mit dem englischen Text mehr anfangen:

Howard began using household paint in 1995 and found the medium’s fluidity so beautiful that she set herself the goal to control it. The paint is allowed to separate inside its can so that pigment and varnish can be used in isolation. The pigment is applied to the edge of the canvas, then diluted and manoeuvred through the addition of the varnish. Gravity’s pull then draws the paint down the canvas, creating abstract skeins of colour, vertical striations of gloss. (Text der BlainSouthern Galerie).

Howards Bilder besitzen hoch glänzende Oberflächen, die durch sorgfältig gegossene Farbschichten entstehen. Die Farbe fließt in vertikalen Strömen die Leinwand hinunter, manchmal versickern die Rinnsale vor dem Leinwandende. Die Bilder wirken durch diese außergewöhliche Materialität. Sie entsteht im Zusammenspiel von Präzision und Zufall sowie der Schwerkraft. Einen ersten Eindruck vermitteln eine Ausstellungsansicht und ein Suicide Painting:

 

Rachel Howard, How to disappear completely, Ausstellungsansicht, 2008
Rachel Howard, How to disappear completely, Ausstellungsansicht, 2008

Rachel Howard, Suicide Painting, 2007
Rachel Howard, Suicide Painting, 2007

 

Sin Paintings, Suicide Paintings, Via Dolorosa (über den Leidensweg Christi) heißen Rachel Howards Bildserien, Selbstmord, Religion, Leiden, die Fähigkeit des Menschen zur Grausamkeit sind ihre Themen.

Doch wie kommt der Hund ins Spiel, der ein immer wiederkehrendes Motiv in ihrem Werk ist? Er ist ein fragiler, gebrechlicher Hund, fraglos steht er nicht in der Traditionslinie des treuen Gefährten und wachsamen Beschützers, er erzählt vielmehr von Vernachlässigung und Missbrauch. Im Kontext ihres Werkes wird der Hund zum Opfer.

 

Rachel Howard, Black Dog, 2007
Rachel Howard, Black Dog, 2007

 

Der Hund ist aber auch Metapher. Der Begriff Black Dog steht gemeinhin für Melancholie und Depression. Churchill bezeichnete z.B. seine Krankheit als Black Dog.

 

Rachel Howard, Dog looking back, 2007
Rachel Howard, Dog looking back, 2007

Rachel Howard, Warrior Dog
Rachel Howard, Warrior Dog

Rachel Howard, Dog and shadow, 2011
Rachel Howard, Dod and Shadow, 2011

Rachel Howard, Gaugin's Dog, 2011
Rachel Howard, Gaugin's Dog, 2011

Rachel Howard
Rachel Howard, Deckchair, Deckchair-Projekt

 

Folgende Fotos habe ich auf dem umfassenden FlickR-Fotostream von isinner gefunden. Wenn Sie mehr Einblick in Rachel Howards bildnerisches Werk gewinnen wollen, sehen Sie seine Aufnahmen an.

 

Rachel Howard: She-Dog, Foto © isinner
Rachel Howard: She-Dog, Foto © isinner

Rachel Howard, Dog, Drawing, Foto © isinner
Rachel Howard, Dog, Drawing, Foto © isinner

Rachel Howard, Dog, Drawing, Foto © isinner
Rachel Howard, Dog, Drawing, Foto © isinner

Rachel Howard, Dog, Oil on Paper, Foto © isinner
Rachel Howard, Dog, Oil on Paper, Foto © isinner

Rachel Howard, Black Dog, Poster, Foto © isinner
Rachel Howard, Black Dog, Poster, Foto © isinner

Rachel Howard, Black Dog, Fly poster, Foto © isinner
Rachel Howard, Black Dog, fly poster, Foto © isinner

 

Rachel Howard schloss ihr Studium am Goldsmiths College ab, dann war sie Assistentin von Damian Hirst. Seit 1992 stellt sie in Gruppen- und Einzelausstellungen sowohl in Großbritannien als auch international aus. Sie lebt und arbeitet in London.

Rachel Howards Website
 

Grafik, Malerei, Zeichnung
22. September 2012 - 8:30

Daxie and Feather © Guy Allen

 

Ein Dackel beobachtet eine Feder beim Schweben, ein Labrador blickt versonnen auf eine Biene, Hunde beobachten Schmetterlinge: Guy Allen stellt die Hunde versunken in ihr Tun dar - und er macht dies in einer sehr traditionellen Technik: der Kaltnadelradierung.

 

Daxies and Swallowtail © Guy Allen

 

Beim digitalen Durchblättern des Kataloges der Animal Art Fair 2011 stieß ich auf Guy Allen, der mich auf Grund seiner Drucktechnik für die Hundeporträts sofort interessierte. Erstaunt war ich, als sich Allen als erst 25jähriger Absolvent der Central Saint Martins School of Art herausstellte. Unwillkürlich habe ich die Radierung und das mit ihr verbundene handwerkliche Können mit einem alten Künstler in Verbindung gebracht.

2010 verweilte Guy Allen als Austauschstudent in Paris, wo er die Drucktechniken, die für ihn neu waren, in der Praxis kennen lernte. Sie wurden ihm zur Leidenschaft. Im Gegensatz zur Zeichnung, die keinen Raum für Überraschung bietet, fasziniert Allen am Druck, dass er im Vorhinein nie genau weiß, wie die Ergebnisse aussehen werden, jeder der 15 Drucke einer Auflage variiert ein wenig. Guy Allen stellt seine Drucke übrignes auf einer 200 Jahre alten Presse her.

 

Dachshund and Butterfly © Guy Allen

Norfolk Terrier and Bumblebee  © Guy Allen

Polly © Guy Allen

 

Obwohl schon als Kind tierbegeistert, kam Guy Allen zu den Hundeporträts eher zufällig. Er fertigte Zeichnungen für Freunde und Bekannte an, sein Können sprach sich herum, er wurde weiterempfohlen. Während viele Auftraggeber Zeichnungen ihres Tieres bevorzugen, verkaufen sich die Drucke auch an Hundeliebhaber, denen der von Allen dargestellte Hundetypus gefällt, ohne dass es der eigene sein muss.

 

Labrador and Bumblebee © Guy Allen

Pair of Labs © Guy Allen

Tug of War © Guy Allen.jpg

Roly and Bumblebee © Guy Allen

Scottie © Guy Allen

Scottie II © Guy Allen

Scotty (Commission) © Guy Allen

 

Mir gefällt ganz besonders die Selbstvergessenheit der Hunde, nichts scheint sie stören zu können! Außerdem lässt ihnen Guy Allen genug Raum, um den Blick in die Ferne schweifen zu lassen.

Weitere Arbeiten (andere Tiere) sehen Sie auf Allens Homepage und auf der der Galerie GrandyART.

alle Bilder © Guy Allen

 

Grafik
12. September 2012 - 23:35

 

Afghanhound © Julia Henkel

Border Collie © Julia Henkel

Chinese Crested © Julia Henkel

Dachshound © Julia Henkel

Entlebucher Mountain Dog © Julia Henkel

French Bulldog © Julia Henkel

 

Vom Afghanen zur Französischen Bulldogge reicht bis jetzt das ABC der Hunderassen der jungen deutschen Illustratorin und Grafik-Designerin Julia Henkel. Wer wissen will, wie es von G (Greyhound?) bis Z (Zottelhund?) weitergeht, muss auf pixelbones vorbeischauen, dort präsentiert die Hundefreundin wöchentlich eine neue Rasse.

 

Kiss, hallo © Julia Henkel

 

Banshee, aua © Julia Henkel

Kisskissen © Julia Henkel

Belohnung © Julia Henkel

Fuck Yeah Agility © Julia Henkel

Livedrawing © Julia Henkel

 

Julia Henkel lebt mit ihren drei Hunden Banshee, Kiss und Fuu in Bayreuth.

alle Bilder  © Julia Henkel

 

Grafik, Zeichnung