Buch

1. September 2011 - 16:41

Neben farbenprächtigen Fotos von Antigua, asiatischen Kindern und einem ausgestopften Fuchs fotografiert der Londoner Fotograf Martin Usborne immer wieder Hunde.

 

2010 entstand die Fotoserie Life as a dog in the recession, die im Apri 2011 als Buch erschien. Usborns Zwergschnauzer Moose, der einen eigenen Blog betreibt, schrieb den Text dazu.

 

Berührend und ergreifend ist seine Serie Mute: the silence of dogs in cars, in der Usborne - vor allem in der Nacht - wartende, zurück gelassene Hunde in Autos zeigt. Ausgangspunkt war die Erinnerung an eine kindliche Erfahrung: Er war im Auto allein gelassen worden und wusste nicht, ob und wann jemand zurück käme und vergleicht sie mit der Situation der Hunde. Kein Hund weiß, ob sein menschlicher Partner in 10 oder 30 Minuten oder nie mehr zurückkommen wird. Im doppelten Sinne scheint die Einsamkeit und Isolation, die aus den Gesichtern spricht zeitlos. Zwei Scheiben, die Autoscheibe und die Linse des Fotoapparats - stehen zwischen dem Fotografen umd dem Tier: Es ist gefangen und stumm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zukünftige Projekte beschäftigen sich mit geretteten Hunden in Tierheimen und Nahaufnahmen von Hunden hinter dekorierten Glasscheiben.

Alle Fotos © Martin Usborne

 

 

Buch, Fotografie
1. September 2011 - 15:57

 

Mit einem der ganz großen zeitgenössischen Künstler möchte ich die Reihe der "Hundemaler" beginnen: mit David Hockney, der von 1993 bis 1995 einen Bilderzyklus um seine Dackel Stanley und Boodgie schuf. Ich möchte ihn deswegen an den Anfang des Blogs stellen, da Hockney ganz einfach umrissen hat, worum es in diesen Bildern geht:

"Die Leute verstehen diese Bilder nicht. Sie haben nicht verstanden, dass es darin um Liebe geht und um sonst gar nichts."

(Ich hoffe, man erkennt auch in meinen Bildern, dass es - neben Fragen der Malerei - um Liebe geht und dass dies mein Beweggrund ist Hunde zu porträtieren.)

Leider ist auf Hockney's Homepage nur ein einziges Dackelbild zu sehen. Mehr Bilder finden Sie im Dackelbuch "Dog Days" (Verlag Thames und Hudson, gebundene Ausgabe 1998, als Taschenbuch 2006)

 

Buchcover von David Hockney's Dog Days

 

Ein Foto Hockney's mir seinen Dackeln habe ich hier gefunden, unverständlicherweise dürfte da allerdings das Auto im Mittelpunkt des Interesses stehen.

 

Stanley und Boodgie schauen beim Bemalen des Autos zu
Foto © BMW AG

 

Wenn Sie besonders die Dackel lieben, gefällt Ihnen vielleicht der Blog Dackelblick!, der unter anderem Prominente und ihre Dackel vorstellt: so etwa Pablo Picasso, Frida Kahlo und George Harrison!

Hockney zitiert nach: "David Hockney. Die Monografie", München, Knesebeck, 2004, S 210

 

Buch, Malerei